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Immobilienfirma in Winterthur im Visier Verwalter vermietet illegal Wohnungen an Flüchtlinge

Schimmlig, schlecht isoliert und unbeheizt: In Oberi leben anerkannte Flüchtlingsfamilien in überteuerten Wohnungen, die von der Baupolizei nie bewilligt wurden.

Ein Badezimmer voll Schimmel und eine Heizung in der offenen Küche, die im Winter wochenlang ausfiel, für 1400 Franken pro Monat.
Ein Badezimmer voll Schimmel und eine Heizung in der offenen Küche, die im Winter wochenlang ausfiel, für 1400 Franken pro Monat.
Fotos: Enzo Lopardo
Die zu Wohnungen umgebauten Einstell-Garagen und Magazine sind schlecht isoliert..
Die zu Wohnungen umgebauten Einstell-Garagen und Magazine sind schlecht isoliert..
In diesem Zimmer war der Schimmelbefall bei den Vormietern so stark, dass eine 19-jährige Frau sich ärztlich behandeln lassen musste.
In diesem Zimmer war der Schimmelbefall bei den Vormietern so stark, dass eine 19-jährige Frau sich ärztlich behandeln lassen musste.
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Ortstermin Oberwinterthur, 16 Uhr, Wohnungsabnahme an der Pestalozzistrasse, mitten im alten Dorfkern. Die Sonne scheint frühlingshaft bei klarem Himmel. Doch die Idylle trügt. Saad und Zarif* sind erleichtert, dass sie ihre Wohnungen endlich abgeben können. Nur weg hier. Dabei: Als Flüchtlinge, auch als anerkannte, war es schwierig genug, eine Bleibe zu finden. Zarif, geflohen aus Syrien, lebte mit seinem Bruder in einer kleinen dunklen 2,5-Zimmer-Wohnung für 1400 Franken, dürftig eingerichtet. Bei einem kurzen Rundgang deutet er im Badezimmer auf die mit Schimmel bedeckten Wände. Im Schlafzimmer fehle die Heizung, während sie in der offenen Küche im Winter ausgefallen sei. «Zwei Monate lang! Es war sehr kalt. Dafür lief die Heizung im Sommer…», sagt Zarif und tippt sich an die Stirn. Aufforderungen, die Heizung zu reparieren, habe der Verwalter immer wieder abgeblockt.

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