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Vor dem befürchteten AnsturmViele Pflegende sind am Anschlag – und jetzt rollt die zweite Welle an

In den Spitälern steigt die Zahl der schwer kranken Covid-Patienten. Doch viele Pflegende sind noch von der ersten Welle erschöpft – und wütend, weil ihre Not ignoriert wird.

Ein ganzes Team hilft bei der Beatmung eines Patienten auf der Intensivstation des Spitals La Carita in Locarno im April. Heute sind viele Pflegende von der Schichtarbeit noch erschöpft.
Ein ganzes Team hilft bei der Beatmung eines Patienten auf der Intensivstation des Spitals La Carita in Locarno im April. Heute sind viele Pflegende von der Schichtarbeit noch erschöpft.
Foto: Keystone

«Noch mal applaudieren ist nicht nötig», sagt Antje Heise, Leiterin der Intensivmedizin in Thun. «Es braucht jetzt Taten.»

Heise ist im Präsidium der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin und spricht vielen Pflegenden aus dem Herzen. Das Gesundheitspersonal erbrachte in der ersten Welle Spitzenleistungen – zermürbende Sonderschichten, anstrengende Dienste, teils ohne genügendes Schutzmaterial. Sie kümmerten sich um sterbende Patienten, um Angehörige am Anschlag.

Dafür gab es Applaus auf den Balkonen. Man hat versprochen, den Pflegeberuf aufzuwerten. Die Gesellschaft schien zu begreifen, wie systemrelevant diese Arbeit ist.

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