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Missstände im SozialamtVorwürfe gegen Dübendorfer Sozialamt sollen untersucht werden

Fehler, gemeine Äusserungen und schlechte Stimmung: Der Dübendorfer Stadtrat will das Sozialamt unter die Lupe nehmen.

Beim Umgang mit Sozialhilfebezügern soll es in Dübendorf Missstände gegeben haben. (Symbolbild)
Beim Umgang mit Sozialhilfebezügern soll es in Dübendorf Missstände gegeben haben. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Der Stadtrat von Dübendorf leitet eine Untersuchung zu den Vorwürfen gegen das Sozialamt der Stadt ein. In Medienberichten war von Fehlern im Umgang mit Sozialhilfebezügern sowie einer hohen Fluktuation beim Personal die Rede.

Angesichts der Schwere der aufgeworfenen Anschuldigungen könne nur eine umgehende und lückenlose Aufarbeitung aller Fakten durch eine unabhängige Stelle eine ausreichende Klärung bringen und das Vertrauen in das Sozialamt wiederherstellen, teilte der Stadtrat von Dübendorf am Freitag mit.

Der Stadtrat beantrage dem Büro des Gemeinderates deshalb die Einsetzung einer breit abgestützten Spezialkommission. Sollte der Gemeinderat dies nicht tun, werde man eine externe Stelle mit der Untersuchung beauftragen.

Der «Tages-Anzeiger» berichtete am Montag gestützt auf den Abschlussbericht einer früheren externen Untersuchung aus dem Jahr 2019 von Missständen im Dübendorfer Sozialamt.

Burkaträgerin als «Pinguin» betitelt

Bemängelt wurde beispielsweise der Umgang mit Klientinnen und Klienten des Sozialamts. So sei eine muslimische Sozialhilfebezügerin mit Burka hinter deren Rücken als «Pinguin» bezeichnet worden.

Zudem soll es zu unverhältnismässigen Einsätzen von Sozialdetektiven zur Überwachung der Sozialhilfebezüger gekommen sein.

Auch die Stimmung unter den Angestellten des Amtes soll schlecht gewesen sein, was zu einer deutlich überdurchschnittlichen Fluktuation geführt habe.

SDA