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Vulkanausbruch auf SizilienÄtna lässt es in Catania Steinchen regnen

Auf Sizilien ist am Dienstagabend der Vulkan Ätna ausgebrochen. Spektakuläre Bilder zeigen Aschewolken und einen Lavafluss.

Europas aktivster Vulkan sorgt für ein Spektakel: Der Ätna mit einer kilometerlangen Aschefahne.
Europas aktivster Vulkan sorgt für ein Spektakel: Der Ätna mit einer kilometerlangen Aschefahne.
Foto: Davide Anastasi/LaPresse (Keystone)

Ein neuerlicher Ausbruch des Ätna auf Sizilien hat am Dienstag für spektakuläre Bilder gesorgt, stellte aber für die Menschen in der Region nach Angaben von Experten keine Gefahr dar. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Agi gab der Krater an der Südostseite des Vulkans nach und glühende Lava floss den Hang hinunter, während ein Regen aus Vulkansteinchen und -asche auf die Stadt Catania niederging.

Laut mehreren Berichten gab es am Dienstagabend eine starke Explosion auf der Südostseite des Vulkans.
Laut mehreren Berichten gab es am Dienstagabend eine starke Explosion auf der Südostseite des Vulkans.
Foto: Marco Restivo/Barcroft Media (Getty Images)

Wegen der Aschewolke musste zwar der Flughafen geschlossen werden. Gefahr für die Dörfer in der Nähe des Ätna bestehe aber nicht, sagte der örtliche Leiter des Vulkanologischen Instituts, Stefano Branca. «Da haben wir schon Schlimmeres gesehen». Die Feuerwehr wollte nach eigenen Angaben dennoch die Lage in drei kleinen Gemeinden am Fusse des Vulkans im Auge behalten.

Von manchen Autos ist die Farbe der Karosserie gar nicht mehr zu erkennen. Nur leicht verschmutzt wurde dieses Fahrzeug in Catania.
Von manchen Autos ist die Farbe der Karosserie gar nicht mehr zu erkennen. Nur leicht verschmutzt wurde dieses Fahrzeug in Catania.
Foto: Fabrizio Villa (Getty Images)

Der Flughafen von Catania hat nach einer Unterbrechung wegen des Ausbruchs des Vulkans Ätna auf Sizilien den Betrieb wieder aufgenommen. Das war am Mittwoch auf der Internetseite des internationalen Airports zu lesen. Zuvor hatte der Flughafen die Öffnung für 9 Uhr auf Twitter angekündigt.

In Catania fielen sogar kleinere Brocken vom Himmel. Über Schäden oder Verletzte wurde nichts bekannt.
In Catania fielen sogar kleinere Brocken vom Himmel. Über Schäden oder Verletzte wurde nichts bekannt.
Foto: Marco Restivo/Barcroft Media (Getty Images)

Zahlreiche Nutzer teilten in sozialen Medien Fotos und Videos des Naturschauspiels. Darauf waren eine riesige Rauchwolke zu sehen, die aus dem Krater aufstieg, und Lava, die den Hang hinunter floss. Der Strom habe etwa eine Höhe von 2000 Metern erreicht, schrieb die Nachrichtenagentur Adnkronos. Von Schäden oder Verletzten wurde zunächst nicht berichtet.

Kein Nebel: Der Abendverkehr in Catania kämpft sich durch Rauchschwaden.
Kein Nebel: Der Abendverkehr in Catania kämpft sich durch Rauchschwaden.
Foto: Fabrizio Villa (Getty Images)

Die leicht rosafarbene Aschewolke über dem schneebedeckten Gipfel des Ätna nach seinem Ausbruch am Nachmittag war beeindruckend. Zum Abend hatte sie sich zwar weitgehend aufgelöst, doch sorgten wiederholte Lavaströme für weiteres Spektakel.

Beeindruckende Farben: Die in ein mystisches Licht gehüllte Aschewolke.
Beeindruckende Farben: Die in ein mystisches Licht gehüllte Aschewolke.
Foto: Salvatore Allegra / Anadolu Agency (AFP)

Der 3300 Meter hohe Ätna ist der grösste aktive Vulkan Europas. Seit rund 500’000 Jahren bricht er regelmässig aus. Catania an der Ostküste Siziliens gehört mit mehr als 300’000 Einwohnern zu den grösseren Städten in der Umgebung.

Ein Feuerberg inmitten eines besiedelten Gebiets: Der Ätna von Catania aus gesehen.
Ein Feuerberg inmitten eines besiedelten Gebiets: Der Ätna von Catania aus gesehen.
Foto: Salvatore Allegra (Keystone)

Die Behörden beobachteten die Aktivität des Vulkans weiter, die Lage sei aber unter Kontrolle, hiess es in Medienberichten. Medienberichten zufolge hatte es eine starke Explosion auf der Südost-Seite des Vulkans gegeben. Lava lief am Hang runter.

Schauriges Naturschauspiel: Schon vor einem Jahr fast am gleichen Tag ist der Ätna ausgebrochen.
Video: AP

SDA/fal/oli

4 Kommentare
    Markus Sigrist

    Etwas vom faszinierendsten auf unserem Planeten! Vulkane zeigen dem Menschen seine Grenzen auf und lernen demütig zu sein. Gefährlich aber auch wunderschön!