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Corona und SchuldgefühleWarum bin ich nicht daheim geblieben?

Die Studentin Lena hat ihren Vater mit dem Coronavirus angesteckt. Sie fühlt sich schuldig. Wie geht man mit so einer Situation um?

Ist in Zeiten wie diesen ein Risiko: Eine Familie feiert zu Hause.
Ist in Zeiten wie diesen ein Risiko: Eine Familie feiert zu Hause.
Foto: Getty Images

Bei vielen wird es wohl auch in diesem seltsamen Jahr ein Familientreffen geben, ein kleineres vielleicht, in jedem Fall aber ein risikoreiches. Ob wir das Fest so vorbereiten, dass es zum Ansteckungsproblem wird, oder eben nicht, das haben wir alle selber in der Hand. Keiner will seine liebsten Angehörigen und Verwandten anstecken. Wer möchte schon schuld sein, wenn die Oma hinterher Atemnot bekommt oder der Vater Fieber?

Lena, 26, hat das erlebt. Die Studentin, die anders heisst, erkrankte an Covid-19, damals im März, als noch niemand den Ernst der Lage verstanden hatte. Der Grossvater feierte den 77. Geburtstag, Lena reiste zu den Eltern, bekam Schnupfen, dachte sich nicht viel dabei – Schnupfen galt in dieser Anfangszeit nicht als Symptom. Erst als sie wieder daheim war, verlor sie auch Geruchs- und Geschmackssinn.

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