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Kolumne Krogerus&TschäppelerWarum wir keinen Lebenslauf, sondern eine Gebrauchsanweisung schreiben sollten

Wenn wir eine Küchenmaschine kaufen, bekommen wir ein Benutzerhandbuch, damit wir wissen, wie sie zu bedienen ist, und was wir im Problemfall tun können. Warum gibts das nicht auch für Menschen?

Zwei Sachen, die man rasch einmal verwechselt
Zwei Sachen, die man rasch einmal verwechselt
Foto: Roman Tschäppeler

Wenn eine neue Person, die – in der Regel – viel komplexer als eine Küchenmaschine ist, zu unserem Team stösst, bekommen wir nichts. Keine Anleitung, kein Warnhinweis, keine FAQ. Natürlich hat die Person ein CV, wir könnten dort nachlesen, wo sie früher gearbeitet hat und wie erfolgreich sie war, manchmal sind auch Hobbys und Skills aufgelistet – der Lebenslauf erzählt uns aber nur, was diese Person vorher getan hat, nicht, wie sie es getan hat.

Mit der Zeit lernen wir die Person kennen. Nach und nach erfahren wir, oft durch mühsames trial and error und peinliches Treten in Fettnäpfchen, wie diese Person tickt, was sie auf- und was sie anregt, ob sie besser alleine oder in der Gruppe arbeitet, lieber mündlich oder schriftlich kommuniziert, ob sie Druck braucht oder Zuspruch und so weiter. Mit der Zeit wird sie lesbarer, vieles aber bleibt ein Geheimnis.

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