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Geldblog: Überschaubare RisikenWas Raiffeisen-Genossenschafter wissen müssen

Generalversammlung der Raiffeisen: Verwaltungsratspräsident Heinz Egli am Rednerpult (Oktober 2018).
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«Ein erhöhtes Risiko tragen Sie, wenn Sie nachrangige Additional-Tier-1-Anleihen von Raiffeisen besitzen.»

2 Kommentare
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    M. V.

    “Auch unabhängig davon stufe ich die Risiken bei Raiffeisen für überschaubar ein…”

    Die Risiken sind tatsächlich überschaubar. Sie beschränken sich mehr oder weniger auf das Schweizer Hypogeschäft wo Raiffeisen bekanntlich Marktführer ist. Anders als die geografisch auch begrenzt agierende systemrelevante ZKB, ist Raiffeisen sehr schlecht diversifiziert. Diese “Ueberschaubarkeit” ist bzgl. Segmenten und Geographie gemeint, aber nicht bzgl. finanziellem Engagement. Der harmlos wirkende Ausdruck “Ueberschaubarkeit” muss vielmehr als ein Klumpenrisiko bezeichnet werden. Grosse Verluste im Immobilienbereich können nicht durch andere Geschäftsteile wie Investmentbanking, Assetmanagement, starkes Firmenkredit- oder einfach ein Auslandsgeschäft aufgefangen werden. Der massive Verlust durch das Investmentbanking bei der CS konnte durch andere Segmente im Gesamtergebnis in Grenzen gehalten werden.

    Dies ist eine Problematik, welche eigentlich alle CH-Retailbanken betreffen. Allerdings ist Raiffeisen systemrelevant und darf nicht untergehen.

    Im Extremfall haften die Genossenschafter, gleich nach den Inhabern von Coco-Bonds, an erster Stelle. Die Finma würde wohl die Genossenschaft in eine AG umfirmieren und gemäss gesetzlichem Bail-in, Teile über der 100’000.-Marke in Anteilscheine wandeln. Vielleicht würde sie das Bankgebilde auch einfach einem Konkurrenten übergeben.

    Die überschaubaren, oder eigentlich einseitigen Risiken, von Raiffeisen entsprechen schlicht Klumpenrisiken.