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Hommage an ein GenieWas wir hören, wenn wir Keith Jarrett hören

Er ist ein genialer Musiker und dank dem «Köln Concert» selbst Jazzbanausen ein Begriff. Eine Verneigung vor einem der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit.

«We love you, dude»: Keith Jarrett (75) wird wohl nie mehr Klavier spielen. Aber wir werden ihm auf ewig zuhören.
«We love you, dude»: Keith Jarrett (75) wird wohl nie mehr Klavier spielen. Aber wir werden ihm auf ewig zuhören.
Foto: Paolo Woods

Meine Liebe zu Keith Jarrett war keine auf den ersten Blick. Ich lernte ihn, wie Millionen andere Jazzanalphabeten, über sein «Köln Concert» kennen. Der weisse Plattenumschlag mit dem Schwarz-Weiss-Bild des Künstlers gehörte in den Achtzigerjahren zur fixen Ausstattung der Haushalte kulturbeflissener Halbwüchsiger, neben allen möglichen Castaneda-Büchern und eher ungelesenen Ausgaben von Hesses «Glasperlenspiel». Der Jazz hatte sich längst in eine neue Richtung entwickelt. Er sprengte entweder als Free Jazz die Ketten von Tonalität und Rhythmus, oder er flirtete fusion-mässig mit der Rockmusik, die sich noch immer jedes halbe Jahr neu erfand.

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