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Niedliche Einbrecher Waschbären «überfallen» Bank in Kalifornien

Über einen Lüftungsschacht haben sich die flauschigen Rabauken Zugang zur Filiale verschafft. Auf Geld waren sie nicht aus.

Wo entlang? Zwei junge Waschbären hatten sich am Dienstag in eine Bankfiliale in Kalifornien verirrt.
Wo entlang? Zwei junge Waschbären hatten sich am Dienstag in eine Bankfiliale in Kalifornien verirrt.
Foto: PHS/SPCA
Die beiden Jungtiere hatten am Dienstag für ordentlich Aufregung gesorgt. Die Bank war zu dieser Zeit noch geschlossen.
Die beiden Jungtiere hatten am Dienstag für ordentlich Aufregung gesorgt. Die Bank war zu dieser Zeit noch geschlossen.
Foto: PHS/SPCA 
Die Waschbären warfen Papiere umher und einen Computer um. Auf das Geld hatten es die beiden Rabauken jedoch nicht abgesehen.
Die Waschbären warfen Papiere umher und einen Computer um. Auf das Geld hatten es die beiden Rabauken jedoch nicht abgesehen.
Foto: PHS/SPCA
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Es passiert wohl nicht sehr häufig, dass statt der Polizei eine Tierschutzorganisation wegen eines Einbruchs in eine Bank aufgeboten wird. Doch in diesem Fall waren die Tierschützer der US-amerikanischen «Peninsula Humane Society & SPCA» genau die richtigen Kontaktpersonen. Denn die Einbrecher waren für einmal nicht aus dem Menschen-, sondern aus dem Tierreich.

Zwei junge Waschbären hatten sich am Dienstagmorgen Zugang zu einer Bank in der kalifornischen Stadt Redwood City verschafft. Die Bank war zu dem Zeitpunkt noch geschlossen. Ein Mann an einem Bancomaten habe eines der beiden Tiere im Innern des Gebäudes erspäht, zuerst aber für ein Plüschtier gehalten, schreibt die Tierschutzorganisation in einer Mitteilung. Als es sich jedoch bewegte, habe er die Tierschützer benachrichtigt.

Manager der Bank liessen die Tierschützer in das Gebäude rein, wo sie zuerst einmal damit beschäftigt waren, die Tiere zehn Minuten lang umherzujagen. Schliesslich habe man sie jedoch sicher nach draussen scheuchen können. «Sie wollten die Bank offenbar gar nicht verlassen», meinte Buffy Martin Tarbox, der Kommunikationsleiter der Tierschutzorganisation.

Filmreifer Einbruch

Um in die Bank einzudringen, hatten sich die beiden Rabauken einer Strategie bedient, wie man sie eigentlich nur aus Hollywoodfilmen kennt: Sie krochen durch die Luftschächte. Die Tierschützer hatten schlammige Pfotenabdrücke an einem Baum vor der Bank entdeckt. «Wir vermuten, dass die Waschbären über den Baum auf das Dach der Bank geklettert sind und es dann irgendwie geschafft haben, in die Luftschächte zu kriechen», erklärte Tarbox.

Auf ihrem Weg in das Innere der Bank mussten die beiden Waschbären aber zuerst eine Bruchlandung hinnehmen. Einige Deckenplatten unter ihnen brachen offenbar zusammen und landeten – zusammen mit den felligen Halunken – auf dem Boden. Diese liessen sich aber offenbar nicht beirren und setzten ihre Mission fort. Auf Bildern ist zu sehen, wie sie auf Tischen sitzen oder durch die Gänge streifen. Zudem haben sie gemäss der Mitteilung Papier umher- und sogar einen Computer umgeworfen.

Auf ihrem morgendlichen Ausflug blieben die Waschbären nach Angaben der Tierschutzorganisation unverletzt. Was sie in der Bank suchten, bleibt wohl ihr Geheimnis. Auf die farbigen Scheine hatten sie es aber offenbar nicht abgesehen: «Nach unserem Kenntnisstand haben sie sich nicht mit Geld aus dem Staub gemacht», so Tarbox.

sho

4 Kommentare
    Sacha Meier

    Vielleicht wollten die beiden Waschbären bloss ihre Anlagestrategie überdenken und sich in der Bank neue Inspirationen holen. Dafür gibt es wirklich nichts besseres, als so ein finanzindustrielles Institut. Bloss der Umgang mit den Computern war nicht ganz so schön. Wenn man schon Bankcomputer nach lohnenswerten Anlagen durchsucht, sollte man die nach Gebrauch ordnungsgemäss herunterfahren - und nicht umwerfen.