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Corona-Hilfsauktion Wawrinka versteigert sich für arbeitslose Coaches

Wer mit dem dreifachen Grand-Slam-Sieger und seinen Coaches trainieren möchte, kann noch bis Montagabend bieten. Und das noch zu einem guten Zweck.

Einsatz für eine gute Sache: Wawrinka und seine Coaches Daniel Vallverdu (links) und Magnus Norman sammeln Geld für Notleidende der Coronakrise.
Einsatz für eine gute Sache: Wawrinka und seine Coaches Daniel Vallverdu (links) und Magnus Norman sammeln Geld für Notleidende der Coronakrise.
Keystone

Die Initiative stammt von Daniel Vallverdu, dem früheren Coach von Andy Murray, der inzwischen zum Team von Stan Wawrinka gehört: Weil wegen der Corona-Pandemie der Tenniszirkus ruht, sind auch viele Coaches arbeitslos und damit praktisch ohne Einkommen. Deshalb hat der 34-jährige Südamerikaner aus Venezuela eine Auktion lanciert, um Geld zu sammeln, mit dem Mitglieder des ATP-Coach-Programms unterstützt werden können.

Wawrinka, der momentan wieder auf Sand trainiert, beteiligt sich aktiv am Projekt: Er wird zusammen mit Vallverdu und Magnus Norman einem Auktionsgewinner und dessen Gast eine exklusive zweistündige Tennis-Lektion erteilen. Wann und wo, ist unklar: Zwischen Januar und Juli 2021, im Rahmen eines ATP-Turniers in Europa oder den USA. Wie teuer der Spass wird, ist ebenfalls noch offen: Geboten werden kann bis am Montagabend um 18 Uhr Schweizer Zeit. Am Sonntagabend lag das höchste Gebot bei 20’000 Dollar

Etwas billiger zu haben sein dürfte eine zweistündige Lektion mit Federer-Coach Severin Lüthi, im Rahmen der Swiss Indoors 2021. Das beste Gebot lag bei 5000 Dollar. Am höchsten gehandelt wird das Angebot, mit Andy Murray in Wimbledon eine Stunde zu spielen und zudem zwei Finaltickets zu bekommen: über 30000 Dollar sind dafür gesetzt.

Vallverdu appelliert an die Schweizer

«Das ist eine fantastische Initiative von Daniel Vallverdu», sagte Magnus Norman. «Vor allem schlechter klassierte Spieler können es sich nicht leisten, ihren Coach zu bezahlen, wenn sie nicht mit ihm arbeiten. Deshalb haben es viele Coaches momentan schwer. Viele von ihnen haben seit Monaten kein Salär mehr erhalten.» Das Ziel sei, so viel Geld wie möglich zu sammeln, sagte Vallverdu, der auch auf Gebote aus der Schweiz hofft, von wo seine Frau stammt und wo er viel Zeit verbringt. «Unsere Erwartungen wurden bisher schon weit übertroffen.»

Die erste Runde der Auktion hatte etwas über 90000 Dollar eingebracht. Das Geld wird vom Komitee der ATP-Coaches verteilt, ein Teil davon geht an Covid-19-Fonds. Abgewickelt wird die Auktion von der ATP auf ihrer englischsprachigen Website. Im Rahmen dieser Hilfsaktion werden unter anderem auch signierte Rackets von Federer, Nadal, Djokovic und Murray verlost. Für 15 Dollar kann jeder sein Glück versuchen.