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Barrage-Kampf in der SchweizWegen Sion droht Terminchaos und GC braucht kleines Wunder

Spannung im Schweizer Fussball gibt es nur noch um die Barrage. Wegen Sion würde eine Terminkollision drohen – und die Grasshoppers haben mittlerweile eine denkbar schlechte Ausgangslage.

Wird ständig informiert sein: Christian Constantin muss hoffen, dass Thun gegen Zürich Punkte abgibt.
Wird ständig informiert sein: Christian Constantin muss hoffen, dass Thun gegen Zürich Punkte abgibt.
KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi
Vorteil Thun: Die Berner Oberländer sind in der Tabelle vor Sion – und dürfen gegen den FCZ ran.
Vorteil Thun: Die Berner Oberländer sind in der Tabelle vor Sion – und dürfen gegen den FCZ ran.
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Klar in der Aussenseiterrolle: GC hat keine gute Ausgangslage, um doch noch die Barrage zu erreichen.
Klar in der Aussenseiterrolle: GC hat keine gute Ausgangslage, um doch noch die Barrage zu erreichen.
KEYSTONE/Urs Flueeler
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Nein, nein, sagt Marc Schneider, so würden sie nicht denken. Auf keinen Fall. Schneider ist Trainer des FC Thun, der in dieser Rückrunde einen Steigerungslauf hingelegt hat und bloss noch einen Schritt vom direkten Ligaerhalt entfernt ist. Und weil der Gegner in diesem letzten Spiel Zürich heisst, ist Schneider im Teleclub eben suggestiv gefragt worden, dass da doch gar nicht mehr viel passieren könne.

Der FCZ hat nun schon sechsmal in Folge verloren. Die Thuner dagegen sind dank der drittbesten Rückrundenbilanz hinter YB und St. Gallen nicht mehr abgeschlagen Tabellenletzter, sondern Achter. Zu ihrem Denken passt bestens, was auch Sportchef Andres Gerber sagt: «Es ist schon einmal ein Erfolg, wenn wir nach dieser Vorrunde in die Barrage kommen.»

Wann findet die Barrage statt?

Thun liegt einen Punkt vor Sion, und aus dem Wallis meldet Christian Constantin: «Wenigstens sind wir sicher in der Barrage.» Der Präsident sagt das, weil seine Mannschaft vor ein paar Runden noch wie ein Absteiger aussah, bevor sie sich mit einer Serie von sechs Spielen ohne Niederlage aus dem Gröbsten befreit hat.
Sion in der Barrage, das würde den Abschluss der Saison weiter erschweren. Denn die Walliser sind noch im Cup engagiert, wo sie am nächsten Donnerstag im Viertelfinal in Rapperswil-Jona antreten. Und je länger sie im Wettbewerb sind, desto später würde eine Barrage mit ihnen stattfinden. Als letzter Termin sind dafür einmal der 15. und 18. August eingeplant. Aber es könnte noch später werden, falls Sion im Cupfinal auf den FC Basel treffen und der gleichzeitig in der Europa League Runde um Runde überstehen würde.

In der Challenge League machen Vaduz und GC den Barrageplatz aus – wobei Vaduz klar im Vorteil ist. Nach dem jüngsten Sprint mit sechs Siegen in sieben Runden haben die Liechtensteiner drei Punkte Reserve auf GC. Heute können sie in Kriens alles klar machen, GC braucht gegen Winterthur ein 3:0, um von einer allfälligen Vaduzer Niederlage profitieren zu können.

ths.