Bassersdorf

Weisstannen stabilisieren beliebten Wanderweg

Der Hombergweg ist wieder begehbar. Dankeinem einwöchigen Wegmachereinsatz des Forstdiensteskonnte der teils abgerutschte Fussweg neu gesichert werden.Dafür wurden grosszügig gleich mehrere Baumstämme verbaut.

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Frisch planiert zieht sich ein schmales Kiesband unweit der Bassersdorfer Tennisanlage Bärwis dem Birchwilerbach entlang. Seit wenigen Tagen ist der Weg, der hier einem wildromantischen Pfad irgendwo im Urwald gleicht, wieder für alle frei begehbar.

Die Wiedereröffnung des Wegs wird auch auf der Gemeindehomepage vermeldet. Dort hatte der Gemeinderat zuletzt grünes Licht gegeben für eine neuer­liche Totalsanierung des rund 60 Meter kurzen, aber einst ziemlich umstrittenen Abschnitts.

Weg fast aufgehoben

Fast wäre dieser Weg aufgehoben worden, wenn die Bassersdorfer Bevölkerung vor bald zehn Jahren nicht mit Nachdruck dar­auf beharrt hätte, dass diese Route wieder instand gestellt wird. Statt mit teuren geologischen Sicherungsankern und einer Hangverbauung für gegen 100 000 Franken gings letztlich auch ganz pragmatisch mit ein paar Handgriffen des eigenen Revierförsters Güst Erni. Die Lösung war letztlich aber mehr provisorischer Natur, was sich entsprechend auf die Dauerhaftigkeit auswirkte.

Die jüngsten baulichen Eingriffe sind jetzt etwas umfang­reicher ausgefallen. «Wir haben rund 15 Kubikmeter Holz verbaut», sagt Jon Signorell, Stellvertreter des Revierförsters, vor Ort. Der Engadiner in Diensten des Unterländer Forstteams war zusammen mit einem Maschinisten und phasenweise unterstützt durch einen weiteren Forstmitarbeiter mit den Ausbesserungen betraut. Zudem halfen auch der kommunale Strassendienst sowie die benachbarte Firma Lienhart Transporte, dass der beliebte Spazierweg am Birchwilerbach begehbar bleibt.

Ein halbes Jahr gesperrt

In erster Linie ging es um die Siche­rung des Trassees. Denn im Hombergweg klafften seit letztem Dezember einige Löcher, das Fundament aus Holz war teils morsch geworden. Auch wegen Schwemmschäden drohte der Weg in den Bach abzurutschen, weshalb der Durchgang seit den Weihnachtstagen vor einem halben Jahr gesperrt blieb.

Stämme aus eigenem Wald

«Wir haben den neuen Weg jetzt überall doppelt abgestützt», erklärt der Bündner. Dazu liess er eine ganze Reihe Weisstannenstämme herbeischaffen, die seien gut geeignet für solche Zwecke. «Alle stammen aus dem eigenen Wald», bemerkt der Boss und fügt an, «man sieht jetzt nur noch die Hälfte.» Unter dem Kies liegen etliche Stämme, die nun deutlich länger als zehn Jahre für stabile Wegverhältnisse sorgen sollen.

Die Kosten sind auf zwischen 10 000 und 15 000 Franken veranschlagt und wurden vom Gemein­derat von Bassersdorf bereits­ vorgängig gutgeheissen.

Erstellt: 20.06.2018, 10:20 Uhr

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