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Jugendbewegung in WinterthurWie die 80er-Bewegung nach Winterthur kam

«Züri brännt – Winti pennt» heisst es heute noch oft, wenn von den 80ern die Rede ist. Doch die Bewegung in der Arbeiterstadt hat keineswegs geschlafen. Sie wurde einfach nicht (an)erkannt. Eine Grossdemonstration gegen Sulzer vor genau 40 Jahren war die Initialzündung.

Zum vierzigsten Mal jährt sich die Grossdemonstration «Gegen den Sulzer-Atomexport nach Argentinien». Sie markiert den Beginn der 80er-Bewegung in Winterthur.
Zum vierzigsten Mal jährt sich die Grossdemonstration «Gegen den Sulzer-Atomexport nach Argentinien». Sie markiert den Beginn der 80er-Bewegung in Winterthur.
Foto: Landbote Archiv

Über 1000 Personen versammeln sich am Samstag, 18. Oktober 1980, um 14 Uhr bei regnerischem Wetter hinter dem Hauptbahnhof. Schweigend marschiert der für Winterthurer Verhältnisse beachtliche Zug mit Transparenten und schwarzen Ballonen los. «Gegen den Sulzer-Atomexport nach Argentinien» ist darauf zu lesen. Beim Firmensitz der Maschinenfabrik wird ein Strassentheater aufgeführt, das die politische Situation im diktatorisch regierten Argentinien thematisiert. Symbolisch wird ein schwarzer Sarg niedergelegt. Im Namen einer südamerikanischen Gruppe wird eine Resolution gegen die Verletzung der Menschenrechte verlesen. Der Liedermacher Ernst Born singt über den Musiker Victor Jara, welcher der chilenischen Diktatur zum Opfer gefallen war. Nun skandieren die Demonstrantinnen und Demonstranten Parolen wie «Atomexport ist Völkermord». Die Kundgebung zieht durch die Altstadt weiter.

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