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Dell XPS 17 im TestWie gut ist der riesige Windows-Laptop?

Mit seinem 17-Zoll-Bildschirm ist der neuste Dell mehr Zusammenklappdesktop als portabler Laptop. Wir haben ihn im Homeoffice getestet und geschaut, was sich im Windows-Lager so tut.

Der Bildschirm des XPS 17 ist ein Hingucker.
Der Bildschirm des XPS 17 ist ein Hingucker.
Foto: Rafael Zeier

Vor einem Jahr habe ich mit dem grossen Macbook Pro einen portablen Hochleistungscomputer und mit dem Surface Pro X einen dank ARM-Prozessor ausgesprochen effizienten und zukunftsweisenden Computer getestet.

Dieses Jahr ist es genau umgekehrt. Das effiziente und zukunftsweisende Gerät im Test ist das neue Macbook Air, das dank Apples eigenem M1-Chip mit ARM-Architektur schneller, ausdauernder und billiger geworden ist. Hatte letztes Jahr Microsoft in Sachen ARM-Umstellung die Nase noch vorn, hat Apple dieses Jahr deutlich die Führung übernommen.

Aber was ist nun die Hochleistungsmaschine? Das ist heuer der Dell XPS 17 mit altbewährtem Intel-Prozessor. Über die Jahre wurden mir die XPS-Laptops immer wieder empfohlen, und ich hätte mir mehrfach fast einen gekauft. Das neue Topmodell kostet voll ausgerüstet bis zu 3000 Franken und bietet alles, was man sich wünschen könnte.

Riesiger Bildschirm

Das grosse Highlight ist der 17-Zoll-Bildschirm. Der wirkt dank dem dünnen Rand riesig. Wer wie ich im Homeoffice einen Zusammenklapp-und-Wegräum-Desktop möchte (ich arbeite hier nämlich am Esstisch, und der muss gelegentlich auch als Esstisch funktionieren), wird daran viel Freude haben.

Selbst wer wie ich im Büro zwei Bildschirme gewohnt ist, bringt auf dem Display alles unter. Und wer wie ich die Arbeit an einem Touchscreen gewohnt ist, wird auch nicht enttäuscht. Wenn man also mal in den Bildschirm fasst, passiert tatsächlich was. Beim Test des Macbook Air hatte ich schon nach kurzer Zeit den ganzen Bildschirm voller Fingerabdrücke. Nur ist dort natürlich nie etwas passiert.

Dank dem dünnen Rand wirkt der Bildschirm noch mal grösser, als er sowieso schon ist.
Dank dem dünnen Rand wirkt der Bildschirm noch mal grösser, als er sowieso schon ist.
Foto: Rafael Zeier

Auch gefallen hat im Test das kantige, aber doch elegante Metalldesign des Dell. Er wirkt dabei auch nicht übertrieben futuristisch oder verspielt, wie es viele Gaming-Laptops tun. Apropos Games: Anders als bei einem Mac laufen unter Windows alle alten Computerspiele, die ich früher einmal gekauft habe. Und auf dem neuen Dell problemlos in den höchsten Grafik-Qualitäts-Einstellungen.

Was mich bei der enormen Rechenleistung des Intel-Prozessors überrascht hat, war der Akku. Ich dachte, so eine Hochleistungsmaschine würde den förmlich verdampfen. Tat der Dell nicht. Ich kam damit gut durch einen Arbeitstag, ohne ihn an den Strom anzuschliessen.

Auch gefallen die vielen Anschlüsse (4 USB-C, Kopfhörer und SD-Karte) und die Tastatur. Auf der tippt es sich angenehm leise und präzise.

Das rundum positive Bild wurde einzig vom Touchpad getrübt. Auch nach vielen Einstellungen und Experimenten habe ich es nicht hinbekommen, das an meine Bedürfnisse anzupassen. Ich schoss immer leicht übers Ziel hinaus. Bei Surface-Laptops, Macs oder iPads habe ich damit nie Probleme. Zum Glück kann man den Laptop aber auch problemlos mit einer Maus bedienen.

Fazit: Wer einen Hochleistungslaptop mit Windows fürs Homeoffice möchte, sollte sich den Dell genauer anschauen. Wenn man das Notebook nicht ständig mit sich um die Welt tragen möchte, ist der XPS 17 eine sehr gute (wenn auch nicht billige) Wahl. Längerfristig mag die Zukunft effizienteren Computern mit ARM-Chips gehören, aber auch in den nächsten paar Jahren wird diese Maschine nicht so bald alt aussehen. Zumal Microsoft mit Windows wohl nicht so schnell wie Apple komplett auf ARM umsteigen kann/will/wird.

27 Kommentare
    Jürg Müller

    Wo liegt das Problem? Mac, und alles läuft super! Auch das virtuelle Windows!