Zum Hauptinhalt springen

Die Schweiz und ihre «Bilateralen»Wie unsere Sprache die Beziehung zur EU beeinflusst

Das Gezerre um den Rahmenvertrag hat auch mit den benutzten Begriffen und den damit geschürten Erwartungen zu tun. Könnte uns das aus der Sackgasse führen?

Küsse sollten eigentlich auch bilateral sein:  Jean-Claude Juncker und Simonetta  Sommaruga bei einem Treffen im EU-Hauptquartier in Brüssel 2015.
Küsse sollten eigentlich auch bilateral sein: Jean-Claude Juncker und Simonetta Sommaruga bei einem Treffen im EU-Hauptquartier in Brüssel 2015.
Foto: Keystone

Politische Schlüsselbegriffe sind immer auch Vorschläge einer Weltsicht. In der Schweiz ist «Neutralität» ein gutes Beispiel. Der Begriff steht nicht nur für Abstinenz in militärischen Konflikten, er ruft auch die Gefährlichkeit der Welt generell in Erinnerung – weshalb bei jeder Allianz Vorsicht geboten ist. Immer geht es beim politischen Schlüsselvokabular auch um Selbstbilder. «Direkte Demokratie» bedeutet für uns Schweizerinnen und Schweizer, dass wir «mündig» auch zwischen den Wahlen die wichtigsten Entscheide selber treffen. Die Unmündigkeit der Deutschen, Französinnen und Briten ist wohltuend mitgedacht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.