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200 Wähler wollten noch mehr wissen

Am 23. September wird im Stammertal gewählt. Wer soll die fusionierte Gemeinde künftig regieren? Am Podiumsgespräch konnten sich die Wähler ein Bild von den Amtsanwärtern machen.

Ines Rütten
Die 56-Jährige (parteilos) möchte die neue Gemeindepräsidentin werden. Sie wohnt in Oberstammheim und arbeitet als Sicher­heitsbeauftragte am Flughafen Zürich. Sie will die vier Gemeinden «einen».
Die 56-Jährige (parteilos) möchte die neue Gemeindepräsidentin werden. Sie wohnt in Oberstammheim und arbeitet als Sicher­heitsbeauftragte am Flughafen Zürich. Sie will die vier Gemeinden «einen».
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Die 51-Jährige (parteilos) möchte Gemeinderätin werden. Sie lebt in Waltalingen und ist kaufmännische Angestellte. Politisch steht sie eher rechts. In naher Zukunft möchte sie sagen können: «Es war richtig zu fusionieren.»
Die 51-Jährige (parteilos) möchte Gemeinderätin werden. Sie lebt in Waltalingen und ist kaufmännische Angestellte. Politisch steht sie eher rechts. In naher Zukunft möchte sie sagen können: «Es war richtig zu fusionieren.»
mas
Der 34-Jährige (parteilos) will einen Sitz im Gemeinderat. Er ist Förster und lebt in Oberstammheim. Politisch steht er der FDP oder GLP nahe. Er setzt sich für ein «Wir-Gefühl» sowie für die Finanzen und die Umwelt ein.
Der 34-Jährige (parteilos) will einen Sitz im Gemeinderat. Er ist Förster und lebt in Oberstammheim. Politisch steht er der FDP oder GLP nahe. Er setzt sich für ein «Wir-Gefühl» sowie für die Finanzen und die Umwelt ein.
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Der 50-Jährige (parteilos) kandidiert für die Schulpflege. Er ist Produktmanager und lebt in Oberstammheim. Für die künftige Schule möchte er die personellen und finanziellen Ressourcen bestmöglich ausschöpfen.
Der 50-Jährige (parteilos) kandidiert für die Schulpflege. Er ist Produktmanager und lebt in Oberstammheim. Für die künftige Schule möchte er die personellen und finanziellen Ressourcen bestmöglich ausschöpfen.
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Der 57-Jährige (SVP) kandidiert für den Gemeinderat und lebt in Guntalingen. Er ist Landschaftsarchitekt und amtete schon als Schulpräsident. Er möchte sein Wissen und seine Erfahrung in die neue Gemeinde einbringen.
Der 57-Jährige (SVP) kandidiert für den Gemeinderat und lebt in Guntalingen. Er ist Landschaftsarchitekt und amtete schon als Schulpräsident. Er möchte sein Wissen und seine Erfahrung in die neue Gemeinde einbringen.
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Der 60-Jährige (Grüne) möchte in den Gemeinderat. Er wohnt in Unterstammheim und arbeitet als Informatiker. Er will die Schule «fair» in die neue Gemeinde integrieren und Investitionen für Mehrwert tätigen.
Der 60-Jährige (Grüne) möchte in den Gemeinderat. Er wohnt in Unterstammheim und arbeitet als Informatiker. Er will die Schule «fair» in die neue Gemeinde integrieren und Investitionen für Mehrwert tätigen.
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Die 60-Jährige (parteilos) will künftig Schulpräsidentin sein. Sie lebt in Guntalingen und ist Sekundarlehrerin von Beruf. Sie möchte die Schule weiterent­wickeln und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit pflegen.
Die 60-Jährige (parteilos) will künftig Schulpräsidentin sein. Sie lebt in Guntalingen und ist Sekundarlehrerin von Beruf. Sie möchte die Schule weiterent­wickeln und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit pflegen.
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Der 42-Jährige (parteilos) kandidiert für den Gemeinderat. Er ist Kantonspolizist, lebt in Waltalingen und steht politisch den Freisinnigen nahe. Er möchte das Fusionsprojekt erfolgreich in den Betrieb überführen.
Der 42-Jährige (parteilos) kandidiert für den Gemeinderat. Er ist Kantonspolizist, lebt in Waltalingen und steht politisch den Freisinnigen nahe. Er möchte das Fusionsprojekt erfolgreich in den Betrieb überführen.
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Der 46-Jährige (SVP) kandidiert als Schulpräsident. Er ist Informatikberater und lebt in Oberstammheim. Er möchte die Anliegen der Schule vertreten und die Fusionserfahrung aus dem Berufsleben mit einbringen.
Der 46-Jährige (SVP) kandidiert als Schulpräsident. Er ist Informatikberater und lebt in Oberstammheim. Er möchte die Anliegen der Schule vertreten und die Fusionserfahrung aus dem Berufsleben mit einbringen.
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Der 50-Jährige (SVP) amtet derzeit als Gemeinderat von Oberstammheim und möchte neu  Gemeindepräsident werden. Der Geschäftsführer sieht die neue Gemeinde als effiziente Dienstleisterin für die Bevölkerung.
Der 50-Jährige (SVP) amtet derzeit als Gemeinderat von Oberstammheim und möchte neu Gemeindepräsident werden. Der Geschäftsführer sieht die neue Gemeinde als effiziente Dienstleisterin für die Bevölkerung.
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Der 45-Jährige (parteilos) möchte einen Sitz in der Schulpflege. Er ist Hardware-Entwickler und lebt in Waltalingen. Er will die «gute Schule» erhalten und sie strategisch wie pädagogisch weiterentwickeln.
Der 45-Jährige (parteilos) möchte einen Sitz in der Schulpflege. Er ist Hardware-Entwickler und lebt in Waltalingen. Er will die «gute Schule» erhalten und sie strategisch wie pädagogisch weiterentwickeln.
mas
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Das Interesse an den Ämtern in der Grossgemeinde Stammertal, zu der sich Waltalingen sowie Unter- und Oberstammheim im Januar zusammenschliessen werden, ist gross. Für alle Behörden stehen mehr Interessierte zur Verfügung, als Sitze vorhanden sind.

Das Interesse am Podium von Mittwochabend im Schwertsaal in Oberstammheim , zu dem die drei Zeitungen «Landbote», «Andelfinger Zeitung» und «Schaffhauser Nachrichten» geladen hatten, war riesig. Gut 200 Personen sassen an den Tischen und lauschten gespannt, praktisch jeder Stuhl war besetzt.

Wie haben sich die einzelnen Kandidaten geschlagen? Wer hat wann, was gesagt? Verfolgen Sie die gesamte Podiumsdiskussion hier nochmals in voller Länge.

Freude an der Präsentation

Besonders gross ist bei den Kandidierenden das Interesse am Gemeinderat: Hier bewerben sich neun Personen um fünf Sitze. In die Schulpflege möchten sieben Personen gewählt werden, Platz gibt es aber nur für fünf. Und für die Rechnungsprüfungskommission bewerben sich sechs Personen für fünf Sitze.

Auf der Bühne standen 12 der insgesamt 22 Kandidierenden Red und Antwort. Um das Gespräch einigermassen überschaubar zu gestalten, waren nur die Bewerberinnen und Bewerber für Gemeinderat und Schulpflege eingeladen, nicht aber die Rechnungsprüfungskommission. Moderiert wurde das Podium von den Journalisten Markus Brupbacher, Silvia Müller und Mark Gasser. Alle Kandidierenden schienen Freude daran zu haben, sich den Wählerinnen und Wählern präsentieren zu dürfen.

Eine echte Wahl

In mehreren Runden konnten die Bewerber ihr Profil zeigen und schärfen. Gekämpft wird aber nicht nur um die Behördensitze, sondern auch um die höchsten Ämter von Gemeinderat und Schule: Beatrice Ammann (parteilos) und Hansruedi Langhart (SVP) möchten das Gemeindepräsidium. Mit den beiden haben die Stammertaler gleich zwei valable, aber dennoch unterschiedliche Bewerber: Langhart sitzt seit zwölf Jahren im Gemeinderat, Ammann seit 16. Er hat vier Kinder, sie zwei. Er ist Geschäftsführer, sie Sicherheitsbeauftragte am Flughafen Zürich. Er macht in der Freizeit Musik, sie gerne Sport. Langhart meinte, mit der Fusion beginne politisch «ein neues Spiel», das er spannend finde, und er sei bereit, auch in unangenehmen Situationen mal den Kopf hinzuhalten. Ammann möchte keine Quotenfrau sein. «Die Wähler entscheiden, was für sie stimmt.» Sie setzt auf Kommunikation, um Konflikten entgegenzuwirken.

Für das Präsidium der neuen Schulpflege bewerben sich gleich drei Personen: Anita Fleury (parteilos) und Lorenzo Galvan (SVP) und Christoph Frei (parteilos). Am Podium nahmen jedoch nur Fleury und Galvan teil. Sie ist Seklehrerin, er amtete schon mal als Schulpfleger. Eins ist sicher: Das Stammertal hat am 23. September eine echte Wahl. Ein ausführlicher Bericht folgt in der morgigen Ausgabe.

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