Winterthur

Beck Lyner holt sich den Jubiläums-KMU-Max

Der Gewerbe-Oscar geht an den 115-jährigen Traditionsbetrieb aus Wülflingen. Der Beck Lyner setzte sich gegen die Spenglerei Schnyder und die Autohändlerin Hutter Auto Riedbach AG durch.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Er hat Kunden in Wülflingen, in der Altstadt und in Oberi: der Traditionsbeck Lyner, der von Bäckermeister Peter Lyner inzwischen in der vierten Generation geführt wird. 115 Jahre lang Teig kneten, wenn andere noch im Tiefschlaf sind, damit die frischen Brötchen aus der knisternden Papiertüte pünktlich auf dem Frühstückstisch landen, das wurde von den Kundinnen und Kunden nun belohnt. 2018 ist der Beck Lyner das beliebteste Unternehmen der Stadt und Region. Dafür er nun den KMU-Max eingeheimst, Winterthurs Gewerbe-Oscar.

Tagwacht 5 Uhr

Der Beck setzte sich bei der Finalissima gestern Abend im Casinotheater gegen die Spenglerei Schnyder aus Elgg und die Autohändlerin Hutter Auto Riedbach AG aus Oberi durch. Positiv von sich zu reden machte Lyner im letzten Jahr auch, als er zusammen mit der Metzgerei Hotz an der Ecke Stadthausstrasse/Münzgasse den «Gnuss-Egge» gründete, als Ersatz für den Untertor-Märt (heute Chickeria). «Dort steckt heute unsere Seele drin», sagte Peter Lyner im Interview auf der Bühne, wenige Minuten bevor die Glitzer-Konfetti-Kanone knallte und er und sein Team zum Sieger gekürt wurden. Gefasst nahm Lyner den Award dann entgegen und versicherte: «Das KMU-Max-Brot bleibt im Sortiment!» Ein Brot, dessen speziell weicher handgekneteter Teig mit 20 Stunden besonders lang ruhen muss, bevor er in den Ofen kommt. «Jetzt wird gefeiert, aber um fünf Uhr stehe ich wieder in der Backstube, auch morgen!», garantierte der Chef von mittlerweile 50 Mitarbeitenden.

Alles begann mit ...

Die Worte «Herzblut» «Leidenschaft» und «Exzellenz» fielen an diesem Abend besonders häufig, denn die Co-Moderatoren Christian Modl und Karin Leuch nutzten das 10-Jahr-Jubiläum für einen Rückblick. Den Anfang machte 2008 bekanntlich der Rosenkavalier Sazo Ferati, und 2009 moderierte noch die Slam-Poetin Lara Stoll mit, damals zarte 21 (Modl: «Ein echter Schnügel»). In Videos erinnerten sich die früheren Gewinner nochmals gerne an die Ehrung. 2010 kam der Award als Werbeträger für den Grünraum offenbar als Rettung in letzter Not. Ruth Lüscher erzählte, ihr Blumenladen sei neben der damaligen Grossbaustelle des Superblocks beinahe «in Schutt und Asche» gelegen. Der KMU-Max habe die Kundschaft zurückgebracht. Auch Daniela Binder von der Buchhandlung Obergass (Siegerin 2013) erzählte: «Es hat mich damals beinahe umgehauen, und die Umsätze sind danach definitiv gestiegen.»

Auch die Moderatoren blickten als Team frotzelnd zurück. Modl etwa gestand ein, dass er Leuch (einmal «meine Chefin», einmal «die Blondine aus Wiesendangen») heute bestimmt nicht mehr gegen Michelle Hunziker eintauschen würde, wie einst angekündigt. Die beiden werden den KMU-Max also gemeinsam durch die nächste Staffel führen. ()

Erstellt: 16.05.2018, 22:02 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare