Winterthur

Die ZHAW präsentiert das Elektrodreirad der Zukunft

Unter grossem Medieninteresse hat die Hochschule heute ihren futuristischen Stadtflitzer «Bicar» enthüllt. Er soll die Verkehrsprobleme der Städte lösen.

Eine Mischung zwischen Auto und Velo: Der «Bicar» soll das urbane Fahrzeug der Zukunft werden.

Eine Mischung zwischen Auto und Velo: Der «Bicar» soll das urbane Fahrzeug der Zukunft werden. Bild: Heinz Diener

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Nur knapp anderthalb Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zum fahrtüchtigen Vehikel. Heute kurvte der «Bicar», entwickelt von der School of Engineering der ZHAW, zum Staunen der geladenen Presse bereits seine Runden auf der Kartbahn. 70 Kilogramm leicht ist der Kabinenroller und 30 Stundenkilometer schnell. In den Kurven neigt sich die Kabine wie bei einem Töff, doch die zwei Vorderräder bieten sicheren Stand. Mit einer Batterieladung schafft der Bicar knapp 30 Kilometer. Genug für jede Stadtfahrt.

Genau da soll er nämlich zum Einsatz kommen: In der Stadt. Dort wo der motorisierte Verkehr stockt und Parkplätze knapp sind. Bequemlichkeit hält viele Menschen vom Umstieg auf effizientere Fahrzeuge ab: Das Auto bietet Regenschutz und Transportkapazität und kein Helm ruiniert die Frisur. Genau diese Vorteile des Autos bringt auch die Kabine des Bicars mit. Nur passen auf einen Parkplatz sechs Stück und er stösst kein Abgas aus.

Bald auf Winterthurer Strassen unterwegs?

Komplizierte Displays und Armaturen sucht man am Bicar vergebens: Die Idee ist, dass der Fahrer dereinst sein eigenes Handy ankoppelt und als Anzeigegerät nützt. Das Handy könnte auch den Zündschlüssel ersetzen. Der Bicar ist nämlich nicht in erster Linie zum privaten Kauf sondern für Teil-Systeme a la Mobility gedacht. Ob an festen Stationen wie Bahnhöfen oder «frei zirkulierend» ist dabei offen. Ein solches Ausleih-System für Elektro-Dreiräder wäre weltweit einzigartig.

Die School of Engineering der ZHAW sucht aktuell Industriepartner, damit der Bicar in Serie gehen kann. Mit herkömmlichen Teilen in Grosserie gebaut, wäre der Stückpreis bei wenigen Tausend Franken. Mit etwas Glück könnte der Elektroflitzer aber schon nächstes Jahr auf Winterthurer Strassen herumkurven. Bevor nämlich die Massenproduktion losgehen könnte, braucht es einen Versuchsbetrieb mit etwa 20 Fahrzeugen. Studierende und Dozenten am ZHAW-Campus wären ideale Testfahrer für die ersten 100'000 Kilometer. (Landbote)

Erstellt: 20.05.2015, 13:14 Uhr

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