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Axa Winterthur mit weniger Prämien und weniger Gewinn

Die Axa Winterthur hat für das erste Halbjahr rückläufige Zahlen vorgelegt. Gründe dafür sind die tiefen Zinsen und die Aufhebung des Mindestkurses.

Die Büroräume der Axa im Superblock: Das Unternehmen hat das erste Halbjahr hatte mit tiefen Zinsen und der Aufhebung des Mindestkurses zu kämpfen.
Die Büroräume der Axa im Superblock: Das Unternehmen hat das erste Halbjahr hatte mit tiefen Zinsen und der Aufhebung des Mindestkurses zu kämpfen.
Marc Dahinden

Die Axa Winterthur hat das erste Halbjahr weniger Gewinn gemacht. Schwierigkeiten bereiten dem Unternehmen die nach wie vor tiefen Zinsen sowie das volatile Finanzumfeld nach der Aufhebung des Mindestkurses. Beides erschwert das Anlegen.

Verluste vermieden

Dank einer konsequenten Absicherung von Währungsrisiken habe die Axa Winterthur aber Verluste im Zuge der Frankenkurs-Freigabe vom Januar vermeiden können, teilte die Schweizer Ländergesellschaft von Europas zweitgrösstem Versicherer Axa am Dienstag mit.

Dennoch ging der Reingewinn im ersten Halbjahr um rund 5 Prozent auf noch 527 Millionen Franken zurück. Der operative Gewinn sank leicht, von 455 auf noch 452 Millionen Franken. Und auch das Geschäftsvolumen ging zurück: Um rund 3 Prozent auf noch 8,8 Milliarden Franken.

Besser abgeschnitten hat die Axa Winterthur in der Schadenversicherung: Hier konnte sie die Bruttoprämien leicht steigern. Dank weniger Grossschäden verbesserte sich ausserdem das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zu Prämienvolumen. Dadurch stieg auch der Betriebsgewinn.

«Selektivere Zeichnungspolitik»

Im Kollektivlebengeschäft gingen die Prämieneinnahmen hingegen deutlich zurück. Laut Axa Winterthur spiegelt dies die «bewusst selektivere Zeichnungspolitik in der Vollversicherung». Bei der Vollversicherung für die berufliche Vorsorge übertragen Firmenkunden die Anlagerisiken auf den Versicherer.

Anders bei den teilautonomen Vorsorgelösungen: Dort liegen die Anlagerisiken teilweise oder ganz beim Kunden. In diesem Bereich habe man wiederum wachsen können, heisst es im Communiqué. Dies entspreche der Strategie der Axa Winterthur, sich zu einer Komplettanbieterin zu entwickeln, die sowohl Vollversicherungen als auch teilautonome Lösungen anbietet.

Im Einzellebengeschäft schliesslich konnte die Axa Winterthur das Geschäftsvolumen zwar in etwa auf Vorjahresniveau halten, schrieb aber operativ weniger Gewinn. Die Axa Winterthur wertet dies in der Mitteilung als «gute Leistung unter schwierigen Marktbedingungen».

Konzern im Aufwind

Der ganze AXA-Konzern mit Sitz in Paris hat derweil im ersten Halbjahr gemäss der Nachrichtenagentur Reuters vom schwachen Euro profitiert. Europas zweitgrösster Versicherer nach der deutschen Allianz verbesserte das Nettoergebnis um zwei Prozent auf 3,077 Milliarden Euro.

Die Einnahmen stiegen um zehn Prozent auf 54,52 Milliarden Euro, was den Angaben zufolge auf vergleichbarer Basis einem Zuwachs von zwei Prozent entspricht.

SDA/anb

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