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Buchdrucker und Kupferstecher fressen sich durch den Forst

Der Borkenkäfer-Befall ist in Stadt und Region so schlimm wie seit Jahren nicht mehr. In den separierten Extra-Lagern türmt sich das Käferholz schon meterhoch.

«Im Grunde genommen sind wir seit 15 Monaten fast permanent am Holzen», fasst Christian Bottlang die Lage in seinem Revier Stammertal trocken zusammen. Die Sturmböen am 1./2. August letzten Jahres liessen etwa das Vierfache an Holz einer durchschnittlichen Jahresernte umknicken, daraufhin fegte im Januar das Sturmtief Burglind über die Region. Bilanz: 5000 Kubikmeter neues Totholz. Und nun hat sich im Hitzesommer der Borkenkäfer ausbreiten können.

Christian Bottlang rechnet mit rund 8000 Kubikmetern an sogenanntem Käferholz, das seine Leute insgesamt roden müssen. 45 000 Kubikmeter Holz sind es allein seit letztem Sommer, sieben- bis achtmal mehr als vorgesehen. «Das geht an die Substanz, zweifellos», sagt er. Der Borkenkäfer – genauer: die beiden Käferarten Buchdrucker und Kupferstecher – habe teils ganze Felder und Schneisen im Wald befallen, Baumgruppen von bis zu 100 Fichten, darunter auch solche von kräftigem und stolzem Wuchs, bis zu 40 Meter hoch. «Das ist besonders bitter und sonst selten der Fall!», betont Bottlang. Herumliegendes Sturmholz und der trockene und heisse Sommer boten den Käfern ideale Bedingungen, um sich auszubreiten und am Totholz sattzufressen. In den vom heissen Sommer ohnehin geschwächten Rottannen nisteten sich die Käfer zwischen Rinde und Kambium in ihren sogenannten Rammelkammern ein. Sinken die Temperaturen nicht unter 16 Grad, fliegen sie weiterhin aus und vermehren sich.

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