Winterthur

Das Technikum bekommt ein neues Herzstück

Die Baudirektion hat heute Nachmittag vorgestellt, wie der neue Campus des Technikums aussehen soll: Ein Kubus aus Glas mit Park entlang der Eulach.

Sie könnten 2026 schon stehen: Die beiden Haupttrakte der ZHAW School of Engineering, inklusive Parkanlage entlang der Eulach.

Sie könnten 2026 schon stehen: Die beiden Haupttrakte der ZHAW School of Engineering, inklusive Parkanlage entlang der Eulach.

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Nun liegen sie vor, die konkreten Neubaupläne für das Technikum: Bis 2026 will der Kanton in einer ersten Etappe den Campus des ZHAW School of Engineering in wesentlichen Zügen neu gestalten. Prägen werden ihn zwei neue Laborgebäude und ein Park zur Eulach hin, der nicht nur den Studierenden offensteht. Zentrum der Anlage ist ein fünfstöckiger Neubau mit der neuen Mensa im Erdgeschoss, Büros, Labors und Vorlesungssälen (siehe Bild). Ziel ist es, dort die Labors mit aufwändiger technischer Infrastruktur zusammenzufassen.

Blick aus der Vogelperspektive auf die zwei neuen Laborgebäude im Zentrum und der Eulach-seitige Park

Zusammen mit einem zweiten kleineren, ebenfalls lichtdurchfluteten Kubus, ersetzten die beiden alten Bauten. Dort war bereits in den letzten Jahren der Platz zu knapp geworden und wäre künftig noch knapper geworden: denn die ZHAW mit ihren heute rund 12'800 Bachelor- und Master-Studierenden wächst. Mit dem Neubau steigt das Platzangebot auf dem «Campus T» um einen Drittel, auf 35'000 Quadratmeter.

Durchlässiges Areal mit Eulach-Park

Auch strukturell wird das Areal neu geordnet: Künftig durchziehen zwei neue Hauptachsen den Campus künftig hin und machen die Eulach mit ihrem neuen Park damit neu von der Technikumstrasse her richtig zugänglich. Er wird das «neue Bindeglied» des Areals, wie es im Bericht des Preisgerichtes heisst. Und: «Die vorgeschlagene Freiraumgestaltung spielt mit dem Kontrast zwischen wilder Naturhaftigkeit und strengen baulichen Geometrien und Strukturen.»

«Be-agah» gewinnt...

Den Zuschlag hat das Team Graber Pulver Architekten und Takt Baumanagement mit seinem Projekt «Belo Horizonte» erhalten. Die Jury kürte das Projekt einstimmig zum besten der engeren Auswahl. Es konnte sich gegen 57 Konkurrenten durchsetzen, darunter gegen die Vorschläge von 15 teils internationalen Teams. «Belo Horizonte» konnte die baulichen Anforderungen am besten erfüllen. Dazu zählten, Gebäudehöhe (30 Meter) und -volumen möglichst klein zu halten, die Gastronomie-Logistik zu verbessern, sämtliche Werkhallen für LKW anlieferbar zu machen und die Themen «Nachhaltigkeit und Energie» architektonisch nach aussen sichtbar zu machen.

Lichtdurchflutet: Der Kubus mit der Mensa, den Labors und den Werkhallen.

Wie die Visualisierung zeigt, dominiert bei der Fassade das Glas. Schöne Aussichten könnte man sagen, «schöner Horizont» heisst auf portugiesisch das Projekt. Belo Horizonte, im Volksmund abgekürzt BH («be-agah») genannt ist auch die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Minas Gerais. Über dem Sockel des Hauptgebäudes lässt sich direkt in die Werkhallen blicken.

...muss aber noch hier und da nachbessern

Das Preisgericht zeigte sich ob des «rundum gut durchdachten Ansatz beeindruckt», heisst es im Jury-Bericht. Doch perfekt ist Belo Horizonte noch nicht. Das Preisgericht wünscht sich, dass bei der Fassade der «Innovationscharakter der School of Engineering hinsichtlich Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien» noch stärker hervorsticht. Zudem sei man beim Dämmstandard an der unteren Grenze, beim Volumen dafür an der oberen. Und zudem seien die Baukosten vergleichsweise hoch.

Spielraum bei den Kosten

Die Kosten für den neuen Campus schätzt die Baudirektion auf zwischen 180 bis 220 Millionen Franken. 2021 soll der Kantonsrat darüber entscheiden.

Bewilligt das Parlament das Projekt , könnte das neue Herzstück des Technikums bereits 2026 eingeweiht werden. Es es wäre die erste von vier geplanten Bauetappen am ZHAW-Standort Winterthur.

Vorher-Nacher: Alte Bibliothek und altes Laborgebäude weichen dem neuen Projekt. So wird Platz frei für einen neuen Park.

Erstellt: 08.11.2018, 14:58 Uhr

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