Winterthur

Der Container-Abbruch ist vorerst gestoppt

Der Stadtrat glaubt nicht, dass es zu einem Schulraumengpass im Dättnau kommt. Trotzdem hat er reagiert.

Schön sind die Container beim Schulhaus Laubegg nicht, trotzdem möchten Schule und Schulpflege sie vorläufig gerne behalten. Foto: Donato Caspari

Schön sind die Container beim Schulhaus Laubegg nicht, trotzdem möchten Schule und Schulpflege sie vorläufig gerne behalten. Foto: Donato Caspari

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Trotz eines Erweiterungsbaus zur Schulanlage Laubegg ist der Schulraum im Dättnau schon bald wieder knapp. Dies sagen zumindest die Schule, die Schulpflege sowie der Quartierverein. Sie wollen sich deshalb mittels Petition für den Erhalt der Container-Provisorien einsetzen.

Am Montagabend waren die Container auch im Gemeinderat ein Thema. Das Parlament bejahte die Dringlichkeit der Interpellation und so beantwortete Stadtrat Jürg Altwegg (Grüne) die gestellten Fragen gleich in der Sitzung. Er betonte, es stimme nicht, dass man die Fläche nur vom Container in den Anbau verschiebe. «Der Ergänzungsbau bietet 62 Prozent mehr Platz.»

Man sei sich auch bewusst, dass die Schülerzahl weiter wachse. Ab Sommer stünden 15 Schulzimmer zur Verfügung. «Doch wir sind auch gewappnet, wenn es 16 oder gar 17 Klassen gibt. In einem solchen Fall würden wir den Kindergarten und die Bibliothek als Schulzimmer nutzen.»

Mit einem noch grösseren Wachstum in naher Zukunft rechnet er nicht: «Wir konnten uns in den letzten Jahren eigentlich immer auf die Schulraumprognose verlassen», so Altwegg. Und auf längere Frist sei ohnehin eine Turnhalle geplant. Beim Bau dieser Halle könne man falls nötig nochmals Raum schaffen.

«Kein Präjudiz schaffen»

Die Befürchtung, dass Kinder mit dem Bus nach Töss gefahren werden müssten, werde kaum zutreffen. Wichtig sei ihm aber zu erwähnen, dass man kein Präjudiz schaffen wolle. «Die Container sind eine Notlösung und es soll nicht zur Gewohnheit werden, dass solche Provisorien stehen bleiben.»

 «Wenn tatsächlich 200 oder mehr Unterschriften zusammenkommen, können wir nochmals darüber reden.»

Trotzdem habe der Stadtrat den geplanten Abbau vorerst gestoppt. «Wenn tatsächlich 200 oder mehr Unterschriften zusammenkommen, können wir nochmals über die Zukunft des Provisoriums reden.»

Interpellant Michael Gross (SVP) sagte, die Kreisschulpflege und die Bevölkerung, die näher an der Schule dran seien, hätten bezüglich Wachstum andere Befürchtungen: «Ich rate, dass man mal gemeinsam an einen Tisch sitzt.» Auch Felix Helg (FDP) äusserte Zweifel an der Schulraumprognose.

Vor drei Jahren habe es geheissen, die Primarschule bleibe stabil bei 12 Klassen, heute seien es deutlich mehr. Und Samuel Kocher (GLP) sagte, es sei nicht sinnvoll, wenn die Schule dauernd an der Kapazitätsgrenze sei und nur von einem Provisorium zum nächsten planen könne.

Grosse Begehrlichkeiten

Jürg Altwegg erklärte abschliessend, jede Schule wünsche sich mehr Platz. «Die Begehrlichkeiten sind gross, wir können nicht alle Wünsche erfüllen. Das wäre wohl auch nicht in Ihrem Sinne.» Denn mehr Raum koste auch immer – auch der Weiterbetrieb der Container.

Erstellt: 24.06.2019, 22:06 Uhr

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