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«Die 5 Erlebnisbäder sind in Topform»

Die Winterthurer Freibäder sind im schweizweiten Vergleich sehr gut unterhalten, sagt Sportamtleiter Dave Mischler. Das liess sich die Stadt seit 2007 rund 60 Mio. Fr. kosten. Zur Saisonmitte 2017 verzeichnen die fünf Schwümbis doppelt soviele Eintritte wie 2016.

Eine der vielen sportlichen Aktivitäten in den Winterthurer Bädern: das abenteuerliche Bad im Strömungspool im Schwimmbad Geiselweid.
Eine der vielen sportlichen Aktivitäten in den Winterthurer Bädern: das abenteuerliche Bad im Strömungspool im Schwimmbad Geiselweid.
Nathalie Guinand

Das schöne Wetter hat schon Tausende in die Freibäder geschwemmt. Gibt es ein Rekordjahr?Dave Mischler: Wenn es so bleibt, dann ja. Bis jetzt haben wir doppelt so viele Eintritte verkauft wie in derselben Zeit im Vorjahr. Der Tagesrekord war 11 143 Eintritte. Ob es tatsächlich eine Rekordsaison wird, hängt natürlich vom Wetter in den nächsten Wochen ab.

Die Sommer werden heisser und es scheint, dass der Winter direkt in den Sommer übergeht. Wäre deshalb eine Saisonverlängerung denkbar?Zwar ist die allgemeine Wahrnehmung, dass es früher heiss wird und länger so bleibt. Unsere Zahlen sagen jedoch etwas anderes. Das Wolfi etwa öffnet bereits am 1. Mai, hat in der ersten Woche aber meistens kaum Gäste. Das Wasser war zu diesem Zeitpunkt in diesem Jahr erst 14 Grad warm. Und nach den Sommerferien nimmt die Besucherfrequenz bekanntermassen bereits wieder ab. So drängt sich eine Verlängerung nicht auf.

Gehen Sie oft in die Badi?Dank der Kinder, ja.

In welche am liebsten?Das kommt drauf an, was die Kinder wollen. Für die Rutschbahn gehen wir nach Oberi, für das feine Essen und die Aussicht ins Wolfi, wenn das Wetter unsicher ist, ins Geisi und wenns praktisch sein muss, gehen wir in Wülflingen, weil wir da wohnen.

Während der heissen Tage sind die Bäder rappelvoll. Es gibt Leute, die sie darum meiden. Was empfehlen Sie als Alternative?In Winterthur kann man auf die Töss oder die Walcheweiher ausweichen, dort findet man vielleicht auch an den heissen Tagen ein ruhigeres Plätzchen.

Die Bevölkerung in Winterthur wächst beständig. Braucht die Stadt bald ein sechstes Freibad?Auf keinen Fall. Die Freibäder werden nur während 30 Tagen intensiv genutzt, wir können unsere Infrastruktur nicht nur auf die Spitzentage auslegen. Winterthur braucht ein zweites Hallenbad.

Ist das realistisch?Im Moment nicht, aber in zehn Jahren muss man das vielleicht mal anschauen. Als Nächstes kommt Anfang 2018 der Kreditantrag für die Überdachung des Olympiabeckens im Geisi vor den Gemeinderat.

Was muss ein Freibad heutebieten?Wasser allein reicht nicht. Erwartet werden ein attraktives Restaurant und viele Spielmöglichkeiten im Wasser und im Trockenen. Freibäder werden immer mehr zum Erlebnisbad.

Da wäre es sinnvoll, die Anlagen ganzjährig nutzen zu können.Das ist auch möglich. Das Geisi ist im Winter offen und man kann direkt ins Eigenheim spazieren, so ist das Quartier nicht so abgeschnitten. Der Fussballplatz und der Hang zum Schlitteln sind auch immer zugänglich. Auch die Wiesen in Oberwinterthur, Töss und auf dem Wolfensberg sind ganzjährig öffentlich zugänglich.

Wie ist der aktuelle Sanierungsstand?Winterthur steht im Vergleich zu anderen Schweizer Städten gut da. Wir haben zum Beispiel schon überall Chromstahlbecken. In den nächsten Jahren steht der Neubau des Restaurants im Wolfi an und die Wasseraufbereitung in Wülflingen und Töss.

Und das bezahlt alles die Stadt?Die Gebäude sind im Besitz der Stadt, deshalb sind wir verpflichtet, sie instand zu halten. Wir bezahlen eigentlich alles, was zum Standardangebot gehört. Dass die Sauna nicht mehr dazugehört, war ein Sparentscheid.

Im Wolfi wird für die Restauranterneuerung allerdings der Luciak-Fonds geplündert.Ja, aber auch für diesen Fonds liegt die Ausgabekompetenz bei der Stadt. Das ist in finanziell knappen Zeiten ein Glück.

Wie viel Geld hat die Stadt in den letzten zehn Jahren in die Schwimmbäder investiert?60 Millionen Franken, unter anderem für die Sanierung im Geisi und in Oberi und für die Chromstahlbecken. Das meiste Geld verschlingt allerdings das Hallenbad.

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