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Er stellte wieder alle in den Schatten

Ein 18-jähriger Winterthurer holte an der Schweizer Mathe-Olympiade erneut die Goldmedaille. Doch im Moment bekämpft er gerade den Corona-Virus.

Nach internationaler Bronze letztes Jahr, nun erneut Gold an der Schweizer Mathe-Olympia: Raphael Angst (18) kombiniert meisterlich mit Zahlen.
Nach internationaler Bronze letztes Jahr, nun erneut Gold an der Schweizer Mathe-Olympia: Raphael Angst (18) kombiniert meisterlich mit Zahlen.
PD

Raphael Angst kann nur ganz kurz telefonieren. Als Spitalsoldat absolviert er in Moudon VD gerade die Rekrutenschule. Im Kampf gegen das Corona-Virus desinfizieren er und seine Kameraden grossflächig die Kaserne, ein handfester Job. Ansonsten brilliert der 18-Jährige vor allem bei komplexen Mathematik-Aufgaben. Nachdem er letztes Jahr bei der internationalen Mathe-Olympiade die Bronze-Medaille geholt hatte, bestätigte er beim nationalen Wettbewerb in diesem Jahr Gold. «Klar bin ich darauf stolz», sagt er. Aber international sei der Challenge doch ungemein grösser: Mehr und stärkere Konkurrenz.

Auch junge Winterthurerin hielt gut mit

Erneut galt es, Aufgaben aus Kombinatorik, Geometrie, Algebra und Zahlentheorie zu knacken. Angst holte 43 von 56 möglichen Punkten. Damit setzte er sich gegen 126 Konkurrentinnen und Konkurrenten durch, von denen 26 am finalen Trainingscamp teilnahmen. Fürs Finale qualifiziert und dort eine Wildcard erhalten hat auch die Winterthurerin Lorena Schwerzmann. Ausgebildet wurden beide Mathe-Cracks an der Kantonsschule Lee.

Die Rangverkündigung fiel in diesem Jahr wegen der Corona-Krise aus. Rekrut Angst blickt bereits nach vorne, an die nächste weltweite Mathe-Challenge und hat diesmal Gold im Blick. Im Herbst beginnt sein Mathematik-Studium an der ETH Zürich. Wie hoch genau sein IQ ist, weiss er nicht. Aber dafür, dass auch er schulisch nicht überall obenaus schwang. «In Französisch war ich an der Matur nur knapp genügend.»

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