Winterthur

Halb so teuer wie die SBB: Ab März hält der Fernbus auch in Winterthur

Ab 11. März halten die Doppelstöcker des Schweizer Car-Unternehmens Domo täglich auch in Winterthur. Ein Billet nach Genf kostet mit Halbtax 27 Franken.

An der Lagerhausstrasse, wenige Schritte vom Hauptbahnhof, sollen ab 11. März auch die Busse von Domo halten.

An der Lagerhausstrasse, wenige Schritte vom Hauptbahnhof, sollen ab 11. März auch die Busse von Domo halten. Bild: Mirjam Fonti

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Angekündigt war es schon länger, jetzt ist es offiziell: Winterthur erhält im Frühling Anbindung ans neue nationale Fernbusnetz. Die Car-Firma Domo aus Glattbrugg bietet erstmals auch inländische Ziele an. Die grünen Flixbus-Cars, die seit zwei Jahren auch in Winterthur halten, dürfen nur Ziele im Ausland anfahren. Ab dem 11. März fährt an der Lagerhausstrasse hinter dem Bahnhof je ein Domo-Bus Richtung St. Gallen und einer Richtung Genf, ab dem 10. Juni sind es dann zwei Busse pro Richtung.

Winterthur gab grünes Licht

Um sicherzustellen, dass die Lagerhausstrasse als Station geeignet ist, war die Stadt Winterthur vom kantonalen Amt für Verkehr angehört worden. «Letzte Woche erhielten wir Bescheid, dass sie sich positiv äusserte», sagt Patrick Angehrn, Leiter des Bereichs Fernverkehr bei Domo Reisen. Dass das Bundesamt für Verkehr nun endgültig grünes Licht gibt, hält er für eine Formsache.

Winterthur liegt an der Strecke St.Gallen–Genf. Unterwegs hält der Fernbus mehrmals, auch am Flughafen und in Zürich. Diese Verbindungen sind von Winterthur aus allerdings nicht buchbar. «Wir bieten freiwillig keine Verbindungen innerhalb von Tarifverbünden an», sagt Angehrn. Dies um zu zeigen, dass man den ÖV nicht konkurrieren will. Doch auch mengenmässig ist Domo ein kleiner Fisch neben dem Walfisch SBB: Diese transportiert täglich 1,25 Millionen Passagiere, Domo bietet auf allen Linien maximal 828 Sitzplätze pro Tag an.

Lange Fahrzeit, günstiger Preis

Interessant ist beim Fernbus vor allem der Preis: Ein Billet nach St. Gallen kostet mit Halbtax 6.60 Franken, die SBB verlangt dafür 11.50 Franken. Genf gibt es bei Domo mit Halbtax für 27 Franken (SBB: 48.50 Franken). Wer ein GA hat, fährt im Fernbus gratis. «Wir gehen davon aus, dass wenige das tun», sagt Angehrn. «Der Zug ist schneller und man kann aus mehr Verbindungen auswählen. Unser Angebot ist vor allem für Leute interessant, die bislang nicht Bahn fuhren.»

Tatsächlich muss man beim Fernbus Geduld mitbringen. Während der Intercity nach Genf nur gut drei Stunden braucht, fährt der Domo-Car um 7.15 Uhr in Winterthur los und kommt erst um 13.15 Uhr in Genf an. Bei Stau später. Dafür gibt es unterwegs gratis W-Lan und Ledersitze auch in der zweiten Klasse. Und wer an ein anderes Schweizer Ziel möchte, etwa nach Basel oder ins Tessin, kann in Zürich oder Rothrist umsteigen.

Fahrplanwechsel bringt kaum Änderungen

Auch auf der Schiene tut sich einiges. Bis Ende 2018 investieren die SBB bekanntlich 110 Millionen Franken, um den Hauptbahnhof für die Zukunft fit zu machen. Ab Ende 2018 kommt der Viertelstundentakt nach Zürich und bessere Verbindungen ins Weinland und Tösstal. Die aktuelle Fahrplanumstellung am Sonntag, 10. Dezember bringt allerdings noch so gut wie keine Änderungen am Fahrplan. 2018 wird ein Übergangsjahr.

Auch bei Stadtbus gibt es am Sonntag nur Detailkorrekturen. So hält der Bus 5 im Dättnau sonntags von 9 bis 17 Uhr an manchen Haltestellen nur noch stadtauswärts. Die grösste Neuerung ist eine neue Haltestelle: «Schulhaus Neuhegi» ist vorerst bloss provisorisch markiert und wird von der Linie 14 und vom Nachtbus N61 bedient, in beide Richtungen. Die definitive Lage der Haltestelle soll erst später festgelegt werden. (Der Landbote)

Erstellt: 05.12.2017, 18:57 Uhr

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