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«Revierübergreifende Bejagung ist zwingend»

Die Jagd auf Wildschweine sei faszinierend, bringe die Jäger aber an den Rand ihrer Kräfte, sagt der Biologe und Wildschweinexperte Hannes Geiser. Von «Staatsjägern» hält er nichts. Gefragt seien bei der Milizjagd aber neue Jagdmethoden.

Wenn das Nahrungsangebot auch im Winter gut ist, wirft eine Bache mehr Junge.
Wenn das Nahrungsangebot auch im Winter gut ist, wirft eine Bache mehr Junge.
Tamedia-Archiv

Mildere Winter und eine gestiegene Reproduktionsrate haben die Wildschweinpopulation in der Region Winterthur und Umgebung stark anwachsen lassen. Und das, obwohl auch die Zahl der Abschüsse in den letzten zehn Jahren stark zugenommen hat.

Haupttreiber der Bestandszunahme sei das stark verbesserte Nahrungsangebot, sagt Hannes Geiser, Biologe und Leiter des Naturmuseums Thurgau. Die Wildschweine fänden im Wald viel mehr Eicheln und Bucheckern als noch vor einigen Jahrzehnten. «Gute Nahrungsbedingungen erhöhen direkt die Wurfgrösse der Bachen», sagt Geisser, der zum Thema Wildschweine doktoriert hat. Zudem haben zunehmend jüngere Sauen Nachwuchs. «Eine Bache wirft in ihrem Leben somit mehr Jungtiere.»

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