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Stadtbus tankt neues Selbstbewusstsein: «Wir sind Winterthur»

Die Bilanz von Stadtbus Winterthur für das Jahr 2016 lautet: mehr Gewinn und wahrscheinlich zufriedenere Fahrgäste. Die Flotte wurde erweitert und sicherer.

2016 sollen die Stadtbusse pünktlicher verkehrt sein, was die Passagiere goutierten.
2016 sollen die Stadtbusse pünktlicher verkehrt sein, was die Passagiere goutierten.
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Im Titel des Editorials wird die frohe Botschaft stolz verkündet: «Mit den besten Noten seit Jahren» Gemeint ist die Zufriedenheit der Fahrgäste. Gestiegen ist diese laut neuem Jahresbericht von Stadtbus Winterthur offenbar auch, weil die Busse wieder pünktlicher fahren, trotz Mehrverkehr, Baustellen und mehr Passagieren. Die Umfrage-Werte liegen Stadtbus exklusiv vor. Sie sind allerdings nicht repräsentativ, wie man auf Nachfrage erfährt. Definitive Resultate gibt der Zürcher Verkehrsverbund erst im zweiten Halbjahr bekannt.

Eher mässig punkten konnte Stadtbus beim letzten Mal bei der Sauberkeit, dem Fahrstil und der Freundlichkeit der Chauffeure.Schwarz auf weiss hingegen sind die neuesten Fahrgastzahlen. In der Stadt stieg die Anzahl Passagiere um fast 260 000 auf 27,3 Millionen. Stadtbus rechnet vor: 500 Bus-Kilometer legt jede Winterthurerin und jeder Winterthurerin legt im Schnitt pro Jahr zurück. Mit Stolz lasse sich daher sagen: «Wir sind Winterthur».

Mit einem Gewinn von einer halben Million Franken blickt Stadtbus finanziell zudem auf ein gutes Jahr zurück, auch dank deutlich tieferen Ausgaben im Vorjahresvergleich, weil keine neuen Rückstellungen für Schadstoffsanierungen und keine Bauarbeiten im Depot Grüzefeld mehr anstanden. In diesem Jahr dürften die Sachaufwände wieder steigen. 68 Wartehäuschen, teils über 20 Jahre alt, sollen ab August aufgemöbelt werden, «wirkungsvoll und kostengünstig»: Lichtgraue Aluminiumdächer lösen die verwitterten roten Täfelungen ab, die Beleuchtung wird neu und die Sitzbank höher, wie inzwischen geschehen beim Prototyp «Scheidegg» (siehe Bild).

Runter mit den Bermudas...

Bereits 2016 hat Stadtbus an seinem Auftritt gefeilt, analog wie digital: Die neue Webseite ist responsiv und damit auch auf Smartphone und Tablet gut lesbar. Und nachdem die Gäste bei der letzten ZVV-Umfrage «Verbesserungspotenzial beim Erscheinungsbild» sahen, wurde das Diestkleidungsreglement angepasst: Keine Bermudas und Polo-Shirts mehr, dafür neue Kurzarmhemden, sowie Damenhosen und -blusen.

Die Stadtbus-Flotte wurde um 11 Busse auftstockt (neu: 91). Sämtliche Mercedes Citaros sind inzwischen ausgemustert. Ein solcher brannte 2014 auf der Stadthausstrasse fast komplett aus, wegen eines technischen Defekts im Motorenraum, entweder beim sogenannten Gleichrichter, der Wechsel- zu Gleichspannung umwandelt, oder an den Batterieanschlüssen. «Menschliches Versagen oder mangelder Unterhalt konnten die Brandermittler ausschliessen», sagt Stadtbussprecher Reto Abderhalden. Die neuen Busse sind mit automatischen Löschanlagen ausgestattet.

Ungeklärt hingegen bleibt, wer während zwei Monaten mehrfach Wegwerfhandschuhe in Stadtbus-Tanks geworfen hat. Das Verfahren laufe.

...runter mit den Kosten

Nach den gut 400 000 Franken im letzten Jahr, muss Stadtbus laut Vereinbarung mit dem ZVV auch 2017 weiter sparen, gleichzeitig aber seine Schwerpunktprojekte voranbringen. Dazu gehören die Verlängerung der Linie 1 Zinzikon, die Ausschreibung von Doppelgelenktrolleys unter anderem die Projektierung und Umsetzung der Querung Grüze.

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