Musikkollegium

Eine «dekorative» Saison

Nach dem Brahms-Schwerpunkt gibt es in der kommenden Saison Populäres und nie Gehörtes.

«Programme, die von der Fantasie geleitet werden»: Thomas Zehetmair, Juni 2015.

«Programme, die von der Fantasie geleitet werden»: Thomas Zehetmair, Juni 2015. Bild: Marc Dahinden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nicht vom Intellekt, sondern von der Fantasie sollen die Konzerte der Saison 2019/20 geleitet sein, heisst es in der Medienmitteilung des Musikkollegiums. Nach dem Brahms-Schwerpunkt der laufenden Saison, der Ende Mai in ein Brahms-Fest mündet, setzt Thomas Zehetmair mit seinem Orchester auf Abwechslung: «Mosaïque» lautet das Saisonthema; die französische Wikipedia umschreibt den Ausdruck mit dem Begiff «dekorative Kunst».

Mit der «Scheherazade» von Rimsky-Korsakow und der Ballettmusik «Der Feuervogel» von Igor Strawinsky sind zwei populäre Werke im Programm, die auch eher klassikferne Hörer ansprechen dürften. «Es wird ein sehr buntes Programm sein über die ganze Saison hinweg», sagt Zehetmair in einer Videobotschaft, die den Medien zur Verfügung gestellt wurde. Die «Scheherazade» wird mit einer Haydn-Sinfonie und dem Oboenkonzert C-Dur von Mozart kombiniert, der «Feuervogel» mit dem «Concert champêtre» von Poulenc. Von Chatschaturjan beeinflusst ist der russische Komponist Alexander Grigorjewitsch Arutjunjan (1920-2012), dessen Trompetenkonzert zu hören sein wird. Das Classic Openair am Saisonende bringt die Beethoven-Sinfonien eins und neun.

In die farbigen Flächen sind graue Quadrate eingestreut – die nur deshalb grau sind, weil man da noch nicht weiss, was einen erwartet. Vier Uraufführungen oder Auftragskompositionen und eine Schweizer Erstaufführung sind zu hören, darunter «Walpurgisnacht», eine Oper in zwei Akten von Alfred Felder nach Goethes «Faust», ein neues Werk von David Philip Hefti für Viola und Kammerorchester und ein neues Streichquartett von Ursina Braun.

Unter den Solisten stechen der Flötist Emmanuel Pahud, der fünf Konzerte spielen wird, der Cellist Mischa Maisky und der aus Winterthur stammende Blockflötenvirtuose Maurice Steger heraus. Zu erleben sein werden auch der Trompeter Sergei Nakariakov, die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova und die junge estnische Dirigentin Kristiina Poska. (Landbote)

Erstellt: 16.04.2019, 14:52 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles