Tanztheater

Alles, was du bist

Zwölf junge Frauen erzählen tänzerisch, was sie im Leben bewegt. Begleitet werden sie von einer fünfköpfigen Jazzband.

Die Winterthurer Nachwuchscompagnie cie.aha!plus zeigt im Stück «All the Things You Are» die verschiedenen Facetten des Lebens – begleitet von einer Jazzband.

Die Winterthurer Nachwuchscompagnie cie.aha!plus zeigt im Stück «All the Things You Are» die verschiedenen Facetten des Lebens – begleitet von einer Jazzband. Bild: pd

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wer bin ich? Bin ich die Summe meiner Teile, welche sich zu einem Ganzen fügen? Bin ich, was ich darstelle? Oder spiele ich im Moment, in der aktuellen Aufgabe eine Rolle? Solche Fragen könnten es sein, welche das aktuelle Stück «All the Things You Are» der Winterthurer Nachwuchscompagnie cie.aha!plus aufwirft. Der Tanzabend ist eine Eigenproduktion der Tanzgruppe, die aus Schülerinnen des aha! Studio für Tanz und Bewegung und professionellen Tänzerinnen besteht.

Unter Leitung der Choreografinnen Ana Tajouiti und Amanda Diaz haben die zwölf Tänzerinnen seit August das Stück mitentwickeln können. Prägend war dabei die Musik des Jazz, bei dem sich wiederkehrende Motive mit improvisierten Teilen abwechseln, gespielt von einer jungen, professionellen Jazzband unter Leitung von Kira Stahel, welche sich für das Stück zusammengefunden hat.

Frei improvisiert nach Regeln

Die Improvisation ist es, welche für die Tänzerinnen die grösste Herausforderung darstellt. Denn auch wenn etwas erst im Moment entsteht, ist es nicht zufällig. Zwar sind die einzelnen Tanzschritte nicht vorgegeben und es ist auch keine Aufstellung im Raum festgelegt, aber die Tänzerinnen befolgen bei den Stücken Regeln, damit sich das Ganze zu einem stimmigen Bild fügt. An den Proben im Tanzstudio waren es daher auch die Improvisationen, die viel Raum einnahmen – nebst der Entwicklung einer eigenen tänzerischen Persönlichkeit.

Tajouiti und Diaz war es wichtig, dass die Tänzerinnen in ihrem Charakter in Erscheinung treten. Bei der Erarbeitung des Stückes gingen sie daher von persönlichen Fragen aus, die jede für sich beantwortete, etwa: Welche Bewegung liebe ich im Tanzen? Was löst in mir grosses Glücks­gefühl aus? Was löst in mir Angst aus? Liebe ich Herausforderungen? Angelehnt an Göttinnen aus der griechischen Mythologie – etwa Athene, Aphrodite, Hestia oder Demeter – entwickelte jede Tänzerin ihre eigene Tänzerinnenpersönlichkeit.

Die Tanzstücke zeigen die Tänzerinnen in ganz verschiedenen Lebenssituationen. Mal feiernd und ausgelassen, mal wütend und streng, mal verletzlich und emotional. Die Musik bietet dazu den Rahmen, in dem sich die Tänzerinnen in ihrer Persönlichkeit entfalten können – in allem, was sie sind.
Weitere Vorstellungen: Heute, 20.15 Uhr, und Sonntag, 19 Uhr, Theater am Gleis, Untere Vogelsangstr. 3. (Der Landbote)

Erstellt: 05.01.2019, 12:51 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!