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Angst vorm Einschlafen, Angst vorm Tod

«Der Morgen kann warten» ist eine poetische und rastlose Reise durch die Nacht.

Realität und Traum, Bühne und Schattenspiel mischen sich.
Realität und Traum, Bühne und Schattenspiel mischen sich.
Jörg Metzner

Bumm, die Tür knallt zu. Schwester Edith ist wütend, als sie erfährt, dass ihre Ablösung ausgefallen ist. Sie ist schon seit 7 Uhr auf den Beinen und jetzt ist es kurz vor 21 Uhr: Zeit für die Nachtruhe im «Haus zur untergehenden Sonne». Genervt schickt Edith die Bewohner des Altersheims per Lautsprecherdurchsage ins Bett, löscht per Knopfdruck das Licht. Doch wer schlurft da mit wirrem Haar im schlabberigen Morgenrock zum Kühlschrank und brabbelt von Wald, Moos und Pilzen? Herr Petermann! Edith kennt den Schlaf-Verweigerer: «Die Seele wird den Körper verlassen, sobald ich die Augen zumache», ist er überzeugt. «Wird sie nicht», sagt sie resolut und schickt ihn zu Bett. Wenig später steht er wieder da...

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