Winterthur

Ballett und Stepptanz im Mittelalter

In der diesjährigen Fantasy-Inszenierung des Kindertanztheaters von Claudia Corti gibt es Drachen, Fledermäuse und Kerzenleuchter. Die Kinder nehmen die Zuschauer mit auf eine «fantastische Reise».

Das Ensemble des Kindertanztheaters von Claudia Corti vermochte mit dem Fantasy-Stück «Eine fantastische Reise» das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Das Ensemble des Kindertanztheaters von Claudia Corti vermochte mit dem Fantasy-Stück «Eine fantastische Reise» das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Bild: Nicolas Corti

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Gestern feierte das Fantasy-Stück des Kindertanztheaters «Eine fantastische Reise» Premiere. Die Inszenierung von Claudia Corti basiert auf dem Film des russischen Regisseurs Alexander Mitta, «Märchen einer Wanderung». Dabei geht es nicht um eine einfache Reise, sondern um die Seelenwanderung.

Fast 200 Kinder und Jugendliche der Tanzschule wirken bei der Produktion mit. Daneben wurde der Winterthurer Schauspieler Christian Sollberger engagiert, der Orlando verkörpert. Viele Eltern haben zahlreiche Arbeitsstunden investiert, um die Bühnenbilder zu gestalten. Die aufwendig gestalteten Kostüme der kleinen und grossen Tänzer sind handgefertigt. Auch die Scheinwerfer werden zum Teil von Eltern gesteuert. Einmal mehr beweist das Kindertanztheater, dass auch Laien begeisterndes Theater zeigen können.

Die Reise der Seele

Zum Stück selber, das im Mittelalter spielt: Marta ist auf der Suche nach ihrem Bruder Mai. Dieser ist von Landstreichern entführt worden, weil Mai die Gabe besitzt, Gold anzuziehen. Auf ihrer Suche trifft Marta auf Orlando, einen Arzt und Philosophen. Ihre Reise führt sie durchs Drachenland und sie werden in einen Turm eingemauert, zusammen mit Fledermäusen und Ratten. Mit den selbst gebauten Flügeln gelingt ihnen die Flucht. Nach der Landung wird Orlando von der steppenden Pest angesteckt. Als er stirbt, verbrennen ihn balletttanzende Flammen. Während Marta über seiner Asche trauert, geht seine Seele in sie über.

Erklärungen für die Kleinen

Damit die Geschichte auch für die kleinen Zuschauer verständlich wird, hat sich Claudia Corti etwas Besonderes einfallen lassen. Das Mädchen Nina erzählt die Geschichte ihren Freunden und liefert immer wieder Erklärungen. Die zehn Jahre, die Marta umherwandert, werden durch einen moldawischen Tanz überbrückt. Vom anmutigen Ballettstil gehen die Tänzerinnen über zum schnellen Stepptanz und lassen den Zuschauer schwindlig werden. Als Marta von den Menschenjägern ihres Bruders gefangen und auf dessen Schloss gebracht wird, macht das Kindertanztheater seinem Namen gleich ein weiteres Mal alle Ehren.

So gibt es stepptanzende Kerzenleuchter, einen klassischen Ballettauftritt der Goldstücke und singende Zigeunerinnen. Mai ist nun ein reicher Prinz und geniesst seinen Reichtum in vollen Zügen. Als er Marta wiedersieht, wird ihm bewusst, dass er ein hartherziger und egoistischer Mensch geworden ist. Er bringt mit seiner Gabe, Gold anzuziehen, das gesamte Schloss zum Einsturz. Als Mai wieder erwacht, hat er seine Gabe verloren. Und so findet die «fantastische» Reise ihren Abschluss in den Ruinen des Schlosses. (Der Landbote)

Erstellt: 25.10.2015, 21:53 Uhr

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