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Demonstration mit Nebenwirkungen

Die Klimademo vom Samstag brachte mich zum Umsteigen. Statt mit Bus und Zug fuhr ich mit dem Auto. Schon seit Tagen hatte Stadtbus Verspätungswarnungen ausgegeben, diese hatten die elektronischen Anzeigen dominiert, man hätte meinen können, die Demonstration finde schon jetzt statt, nicht erst am Samstag. Mit dem Auto liess sich die angekündigte Störung dann weiträumig umfahren.

Anstelle der Abfahrtszeit der Busse konnten die Fahrgäste schon am Donnerstag auf den Anzeigen lesen, dass sie genügend Reisezeit einplanen sollten. Insbesondere um den Hauptbahnhof war mit Ausfällen zu rechnen. Das war sicher gut gemeint. Es fragt sich jedoch, wie man eine Reise planen soll, wenn auf die Verbindungen kein Verlass ist. Allenfalls könnte man dann die Fortbewegung via Bus wie ein riskantes Spiel betreiben. Das liesse sich vielleicht, zusammen mit den anderen Wartenden, als eine Art Lotto aufziehen.

Wäre Stadtbus wirklich an meinem Fortkommen interessiert, hätte die Anzeige lauten müssen: «Bitte greifen Sie in der fraglichen Zeit auf Ihre privaten Verkehrsmittel zurück: Fahren Sie Velo oder Auto oder gehen Sie zu Fuss.»

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