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Die Evergreens von Gershwin mit Retro-Flair

Die Produktion «Ein Amerikaner in Paris» bringt im Theater Winterthur das Publikum zum Swingen.

Leichtigkeit pur: Mariana Hidemi und Tobias Joch.
Leichtigkeit pur: Mariana Hidemi und Tobias Joch.
Sarah Jonek

Es ist paradox: In seinem kurzen Leben – er starb 1937 noch nicht 40-jährig – hat George Gershwin rund zwei Dutzend Musicals geschrieben, die Melodien zu vier Film-Musicals geliefert und die Oper «Porgy and Bess» komponiert. Doch «An America in Paris», der aktuelle Bühnenhit in seinem Namen, der 2014 von Paris aus Broadway und Westend eroberte und nun in einer deutschen Tournee-Produktion auch Winterthur erreicht hat, gehört nicht zu seinem Werkkatalog. Das Stück trägt zwar den Namen eins Orchesterwerks von ihm, das er 1928 in Paris entwarf, und auch sonst baut es ganz auf den Tresor populärer Songs und Jazz-, Swing- und Konzertmusik, den er hinterlassen hat. Aber beteiligt war er an diesem Werk genau so wenig wie am berühmten Film mit Gene Kelly und Leslie Caron von 1951, der sich seinerseits bei Gershwin bloss bedient hatte, und nun die Vorlage für da Musical lieferte.

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