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Kurzfilmtage und Kulturkoller rüsten sich mit frischem Geld für die Zukunft

Der Regierungsrat spricht rund eine Million Franken aus dem Lotteriefonds für gemeinnützige Projekte. Es fliesst auch Geld nach Winterthur, wo die Kurzfilmtage nun ihr Filmarchiv ummodeln können.

Mit der Professionalisierung soll auch die Qualität des Kurzfilmfestivals steigen.
Mit der Professionalisierung soll auch die Qualität des Kurzfilmfestivals steigen.
Marc Dahinden

Die frohe Botschaft erreichte die Adressaten vor wenigen Tagen per Briefpost: Der Regierungsrat hat aus dem kantonalen Lotteriefonds 200 000 Franken für die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur (KFW) und 20 000 Franken für den Verein Kulturkoller gesprochen (Ausgabe von gestern). «Wir sind extrem glücklich, dass es geklappt hat», sagt Remo Longhi, der kaufmännische Leiter der KFW. Das Geld fliesst jeweils in konkrete Projekt. Beim KFW ist es der Ausbau und die Modernisierung des Filmarchivs. Unter anderem werden dort die Werke der jährlich über 4000 Filmemacherinnen und -macher eingespiesen, die sich bewerben. «Für uns ist das Archiv ein enorm wichtiges Recherchetool, mit dem wir das ganze Jahr über arbeiten», sagt Longhi. 2011 flossen bereits gut 300 000 Franken aus dem Lotteriefonds in die IT-Infrastruktur des Festivals. Seither hat sich technologisch sehr viel getan. Filme werden kaum noch analog, sondern digital eingelesen. Die derzeitige Software muss daher angepasst und um neue Features erweitert werden, und auch die Speicherkapazität wird erhöht.

Offen für die Wissenschaft

In der modernisierten Datenbank sieht Longhi auch den nächsten Schritt in Richtung Professionalisierung und Stärkung des Festival-Namens im In- und Ausland. Als Teil eines Film-Kompetenzzentrums dient sie auch der Vernetzung. «Leute aus der Branche, Filmwissenschaftler und die Medien sollen unser Archiv ebenfalls nutzen können», sagt Longhi. Auch solche Ansätze würden helfen, den Schweizer Film international bekannter zu machen. Zudem soll die Webseite einen neuen Anstrich bekommen.

Komplett finanziert ist das fast 400 000 Franken teure IT-Projekt aber noch nicht. Longhi rechnet mit rund 65 000 Franken von Stiftungen und Privaten, und die Stadt Winterthur beteiligt sich mit 80 000 Franken. Dies wiederum nahm der Regierungsrat zum Anlass, die ursprünglich beantragten 240 000 Franken grosszügig abzurunden, denn: «Eine dreimal so hohe Beitragsleistung des Kantons ist nicht gerechtfertigt», schreibt er in seiner Würdigung.

Mindestens 40 000 Franken fehlen also noch. Seine Ressourcen steckt der Verein derzeit aber nicht ins Fundraising. Die Vorbereitungen für die 21. Ausgabe, die in drei Monaten beginnt, laufen auf Hochtouren. Gerade werten 13 Personen die gut 4000 Bewerber-Filme aus. Mitte September soll die Auswahl stehen.

Erste konkrete Schritte zur Modernisierung des Filmarchivs erfolgen daher ab 2018, Schritt für Schritt. Für die Festival-Besucher wird es zwar nicht geöffnet. «Doch je professioneller wir arbeiten können, desto besser wird auch das Festival», verspricht Longhi. Die Professionalisierung des KFW zeigt sich auch in Zahlen. Die Geschäftsstelle umfasst inzwischen 410 Stellenprozente, 50 Aktivmitglieder und gegen 200 Freiwillige helfen mit. Das Budget liegt bei 1,5 Millionen Franken.

Neue Technik für Kulturkoller

Auch die Konzertveranstalter vom Verein Kulturkoller investieren ihr Geld in den Auftritt nach aussen, unter in einen Relaunch der Website, über die man künftig Billette kaufen kann. Auch technisch wird aufgerüstet, etwa mit neuen LED-Scheinwerfern und einem neuen Lichtmischpult, damit nächstes Jahr, beim «10-Jährigen» alles glatt läuft. Dann lädt der Kulturkoller erstmals beim Verein Läbesruum zu seinen Konzerten ein.

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