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Gastgeber im ehemaligen Gartenhaus

Seit 25 Jahren organisiert Christoph Anderes in seinem Werkstatt-Laden Ausstellungen und Konzerte. Er sehe sich vor allem als Gastgeber, nicht als Galerist, sagt der Nachkomme der Industriellenfamilie Sulzer.

«Es ist grandios, was hier alles möglich ist»: Christoph Anderes im Werkstatt-Laden, umgeben von den Werken der Jubiläumsausstellung.
«Es ist grandios, was hier alles möglich ist»: Christoph Anderes im Werkstatt-Laden, umgeben von den Werken der Jubiläumsausstellung.
Marc Dahinden

Der Name Werkstatt-Laden verweist auf seine Geschichte. Hier, im ehemaligen Pflanzenkeller eines Gartenhauses an der Wylandstrasse, hat Christoph Anderes lange das gemacht, was er auch an seinen früheren Wohnorten immer gemacht hat. Der gelernte Innendekorateur stellte in diesem Raum auf privaten Auftrag Polstermöbel her. Eines Tages kam er, angeregt von einer Cousine, die etwas Ähnliches machte, auf die Idee, den Raum zeitweise für einen vorweihnachtlichen Verkauf zu nutzen: Im Angebot waren «zusammengetragene Sachen» wie Textilien, Keramik, Puppen und Aquarelle: Der Werkstatt-Laden war geboren. Das genaue Geburtsdatum: 30. November 1990. Mit der Zeit gingen die Möbelaufträge zurück, dafür kam die Kultur. «Die städtische Kultur», sagt Anderes. Und meint damit die vielen kleinen Nischen, die typisch seien für Winterthur und die sich gegen die etablierten Institutionen behaupten müssten. «Ich erlebe die Stadt so, dass vieles aus privater Initiative heraus entsteht. Es ist grandios, was hier alles möglich ist. Für mich ist der Werkstatt-Laden ein Ort der Kommunikation.» 110 Ausstellungen hat er in 25 Jahren organisiert. Sie sind in 28 Fotoalben dokumentiert.

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