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Harte Arbeit im Rangierbahnhof, 1969

Hans-Peter Bärtschi hat ein riesiges Fotoarchiv. Für den Landboten sucht der Industriehistoriker Perlen heraus. Heute: wenn ein Krokodil kollidiert.

1969 kam es zu einer Kollision mit dem 50-jährigen Rangierkrokodil. Es war jedoch nicht dessen Dienstende – die Güterzuglok wurde repariert und diente nochmals 10 Betriebsjahre.
1969 kam es zu einer Kollision mit dem 50-jährigen Rangierkrokodil. Es war jedoch nicht dessen Dienstende – die Güterzuglok wurde repariert und diente nochmals 10 Betriebsjahre.
Hans-Peter Bärtschi

Tag und Nacht bei jedem Wetter Hemmschuhe legen, unter den Puffern hindurchturnen, den Zughaken schwingen, die Spindel der Schraubenkupplung lösen oder anziehen, wie vor 150 Jahren. Rasch mussten die Züge neu zusammengestellt sein. In dieser Hektik kam es 1969 zu einer Kollision zwischen einer Ae 4/7 und dem 50 jährigen Rangierkrokodil.

Die Hilfsdienstlok allein brachte die beiden Kontrahenten nicht weg, zusätzliche Dieselloks waren nötig.

Die Winterthurer Hilfsdienstlok Bm 4/4I allein brachte die beiden Kontrahenten nicht weg, zusätzliche Dieselloks waren nötig. Die krokodilförmige Güterzuglok wurde repariert, für nochmals 10 Betriebsjahre.

Ein Krokodil-Antrieb ziert noch heute die Wülflingerstrassen-Unterführung. Den verstorbenen Rangierarbeitern aber ist der Bähnlerfriedhof am Unteren Vogelsang gewidmet: 45 Grabsteine aus den Jahren 1901 – 1971 sind seit 2001 restauriert. Und jetzt, wo keine Wagen mehr kreischend auf die Hemmschuhe auflaufen, schützen Lärmschutzwände zwischen den Gleisen die Bahn vor dem Bahnlärm.

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