Hotel Töss

Jungteufel Stöffel soll lernen, böse zu sein

Das Teufelchen im Musical «S’brav Tüüfeli» ist so herzig und lustig wie die ganze Geschichte.

Der Dramatische Verein Töss spielt «S’brav Tüüfeli», ein Kindermusical von Jörg Schneider.

Der Dramatische Verein Töss spielt «S’brav Tüüfeli», ein Kindermusical von Jörg Schneider. Bild: PD

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Kleine Teufelchen tanzen um dampfende Kessel herum. Der zornige Oberteufel Mephi hat eine Versammlung einberufen, denn der Jungteufel Stöffel bereitet ihm Sorgen. Der ist zwar ein bisschen frech, aber richtig böse sein kann er nicht. Mephi schickt ihn zu den Menschen, um sieben böse Taten zu begehen. Als Verkehrsmittel dient ihm das phantastische «Au-Flu-Boot», das Auto, Flugzeug und Boot in einem ist. Doch was immer Stöffel anzettelt, es wendet sich zum Guten. Wenn die Menschen unter seinen Missetaten leiden, bekommt er Mitleid und macht sie rückgängig. Mephi bekommt Schübe ...

Eintauchen in Phantasiewelt

Das Bewährungsprogramm führt Stöffel an den Hof der Goldprinzessin Gundula, zur Blumenfreundin Sommerhalder und zum Kaminfeger Schwarz, zum Schäfer Martin mit seinen allerliebsten Schäfchen, zum Fischer Fritz und zur Gemüsefrau Buser. Jede Szene ist ein Abenteuer für sich – vor allem aber ein traumhaftes, lebendiges Bild voller Details. Neben der schauspielerischen und gesanglichen Leistung der Theater-Amateure sind es besonders die äusserst liebevoll gestalteten Bühnenbilder und Kostüme, die die Märli des Dramatischen Vereins Töss auszeichnen, und dies seit Jahren.

Sie ermöglichen es kleinen wie grossen Kindern, tief in die Geschichte einzutauchen; damit sind sie der Konkurrenz auf den Bildschirmen weit überlegen. Das Kinderpublikum wird von Figuren wie dem kleinen Teufelchen Stöffel direkt angesprochen und zum Mitmachen animiert: Einmal soll es einen Sturm vortäuschen helfen, ein andermal gegen das Böse ansingen.

Zwei in der falschen Rolle

Wie alle Märchen hat natürlich auch dieses aus der Feder von Jörg Schneider (Bearbeitung und Regie: Sylvia Glaus) einen tieferen Sinn: Zwei Figuren stecken in einer falschen Rolle und werden sich dessen nach und nach bewusst. Während das Teufelchen Stöffel dazu verdammt ist, böse zu sein, was es weder kann noch will, hat die Goldprinzessin Gundula ihre Rolle selbst gewählt: Sie will die Schönste, die Goldenste, die Glänzendste sein – und ist deshalb zu allen nur böse und gemein.

Erstellt: 29.10.2019, 13:39 Uhr

Aufführungen

Hotel Töss: 3.11. und 10.11., jeweils 13.30 und 16 Uhr. Darauf in Sulz und Seuzach.

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