Zum Hauptinhalt springen

«Mir ist es nicht wichtig, gut zu spielen»

Der in New York lebende Schlagzeuger Jojo Mayer tritt am Samstag in Winterthur auf. Im Interview spricht der 53-Jährige über den Wert improvisierter Musik und den Austausch mit dem Publikum.

Extrem schnell, vielseitig und experimentierfreudig:?Jojo Mayer zählt zu den interessantesten Schlagzeugern der Gegenwart und ist weit über die Drumszene hinaus bekannt.
Extrem schnell, vielseitig und experimentierfreudig:?Jojo Mayer zählt zu den interessantesten Schlagzeugern der Gegenwart und ist weit über die Drumszene hinaus bekannt.
Marco Tempest

Sie spielen oft im Rahmen von Festivals oder demonstrieren Ihr Können an Workshops, man kann das auch in Filmen imInternet sehen. Was motiviert Sie, das zu tun?Jojo Mayer: Ich glaube an die Weitervermittlung von Wissen. Es ist ja auch nicht alles auf meinem Mist gewachsen, was ich mache. Wir leben in einer sehr verwirrenden Zeit, in der sich extrem viel verändert. Zugleich ist unsere Kultur gefangen im Protokoll, das uns das 20. Jahrhundert hinterlassen hat. Da kann man als Künstler versuchen, einen Dialog in Gang zu bringen, Neugier zu wecken für unser menschliches Potenzial und für Werte wie Mut, Empathie und Enthusiasmus. An den akademischen Institutionen herrschen oft sehr starre Formen, die sich nur ändern lassen, indem jemand von aussen kommt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.