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Rückkehr in die Wildnis

Die Reportagen des 1967 in Genf geborenen Fotografen Jean Revillard dokumentieren das Leben von Entwurzelten: Schicksale zwischen Zivilisationsverlust und romantischer Apokalypse.

Jean Revillard, aus der Serie «Dschungel» (2005-10). Die «Dschungel» sind Gebiete in den Wäldern und im Brachland rund um Calais.
Jean Revillard, aus der Serie «Dschungel» (2005-10). Die «Dschungel» sind Gebiete in den Wäldern und im Brachland rund um Calais.
zvg / Jean Revillard / Rezo.ch

Er könnte uns wohl zu jedem seiner Bilder und zu fast allen Menschen, die auf seinen Bildern erscheinen, eine Geschichte erzählen. Man spürt, wie nah dran, wie stark beteiligt er ist, der bald 50-jährige Jean Revillard, der ganz bescheiden daherkommt, obwohl er längst zu den Westschweizer Protagonisten der engagierten Fotografie zählt. Jean Ziegler, der das Vorwort zum eben erschienenen Buch geschrieben hat, das denselben Titel trägt wie die Ausstellung, nennt ihn einen «der grössten Schweizer Fotografen seiner Generation».Jean Revillard ist schon lange mit seiner Kamera unterwegs. Seit über 20 Jahren fotografiert er für Westschweizer und andere Medien wie den «Spiegel» oder «Le Monde», hat vor 15 Jahren die Fotoagentur Rezo (Genf) gegründet und wurde für seine Reportagen mehrfach ausgezeichnet. Nun ist er mit seiner ersten Übersichtsausstellung in Winterthur zu Gast. Nicht in den grossen Häusern, dem Fotomuseum oder der Fotostiftung Schweiz, wo er sich durchaus sehen lassen dürfte, sondern in der vergleichsweise kleinen Coalmine, in der ihm Sascha Renner unter der Überschrift «Outland» eine eindrückliche und, wie der Kurator sagt, «längst überfällige» Schau eingerichtet hat.

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