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Spazieren statt funktionieren

Eine Diskussionsrunde erörterte die Möglichkeiten der Wahrnehmung, die der Spaziergang ­eröffnet. Dabei wurde klar, dass die Freiheit des Spazierens in einer durchregulierten Welt auf Hindernisse stösst.

Am Wochenende wird spaziert: «Der Sonntagsspaziergang» von Carl Spitzweg, 1841.
Am Wochenende wird spaziert: «Der Sonntagsspaziergang» von Carl Spitzweg, 1841.
zvg / Wikimedia

Wer nicht weiterkommt, dem kann vielleicht ein Spaziergang helfen, denn im Gehen wird Festgefügtes durchgeschüttelt, Gedankenschichten, die bis dahin unerreichbar waren, werden zugänglich, und das Ganze zeigt sich mit einem Mal in einem neuen Licht. Diese Art des Gehens wird mit Vorteil ein planloses sein. Am anderen Ende des Spektrums gibt es das Gehen zur bewussten Wahrnehmung der Welt, bis hin zum Spaziergang als Wahrnehmungs- und Planungsinstrument, wie ihn der Schweizer ­Soziologe Lucius Burckhardt (1925–2003) entwarf.

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