Winterthur

Stadt ist pünktlich – Kulturszene zufrieden

Die bestehenden Verträge werden um vier Jahre verlängert.

Das Fotomuseum gehört zu den grössten Subventionsempfängern der Stadt.

Das Fotomuseum gehört zu den grössten Subventionsempfängern der Stadt.

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Bei den Kultursubventionen ändert vorerst nichts. Die 2016 ausgehandelten Verträge mit 22 Kulturveranstaltenden und -häusern, die zusammen aus einem Topf mit 3,102 Millionen Franken unterstützt werden, sollen ihre Beiträge auch ab 2021 für weitere vier Jahre erhalten. Der Stadtrat kann die einmalige Verlängerung in Eigenkompetenz beschliessen, dies hat das Parlament vor vier Jahren so bestimmt.

Grund für diese Bestimmung ist eine Verstimmung seitens der Kulturschaffenden im 2016. Sie hatten Kritik geübt, weil sich die Stadt für die Geldvergabe zu viel Zeit liess – wertvolle Zeit, welche sie an der Planung hinderte. Die damals gerade gegründete Kulturlobby Winterthur forderte den Stadtrat dazu auf, mindestens ein Jahr vor Vertragsbeginn über die festgelegten Subventionen zu entscheiden und zu informieren.

Dies ist nun geschehen. Zu den grössten Subventionsempfängern gehören also weiterhin die Stiftung Fotomuseum Winterthur mit 460 000, der Verein OnThur mit 375 000 und das Theater am Gleis mit 265 000 Franken. Laut Kulturlobby-Präsidentin Jane Wakefield scheinen die unter einem Dach vereinten rund 100 Kulturinstitutionen grösstenteils zufrieden mit dem Status Quo, Opposition habe es jedenfalls keine gegeben. «Insbesondere sind wir froh, dass unserem Anliegen Rechnung getragen wurde, und die vom Entscheid betroffenen Institutionen, von denen die Stadt zu recht auch Professionalität verlangt, nun Planungssicherheit haben.»

«Projektförderung stärken»

Was die Kulturlobby hingegen als unzureichend taxiert, ist die Summe für projektbezogene Förderbeiträge. Der Stadt stehen dafür jährlich zusätzlich 500 000 Franken zur Verfügung. «Wir glauben, dass der Beitragstopf im Vergleich zu anderen Städten sehr klein ist», sagt Wakefield. Eine Kulturstadt wie Winterthur sei aber nicht nur auf etablierte Institutionen, sondern auch auf kleine Kulturprojekte angewiesen. Ganz besonders sei die Unterstützung wichtig, weil die Dichte der Stiftungen im Raum Winterthur sehr gering sei. Das Ende der Kulturstiftung im 2016 sei für viele Kunstschaffende sehr schmerzhaft gewesen. Die Kulturlobby möchte darum eine Vergleichsstudie mit anderen Städten anregen.

Die städtische Kultursekretärin Nicole Kurmann bestätigt, dass der Wegfall der Kulturstiftung «als wichtige ergänzende Geldgeberin» die Kulturszene empfindlich getroffen habe. Im Austausch mit Kulturbeauftragten anderer Städte stelle sie aber fest, «dass Winterthur bei der Projektförderung im Vergleich nicht so viel schlechter dasteht.» (red)

Erstellt: 14.11.2019, 17:03 Uhr

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