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Tischbomben töten nicht

Andreas Thiel, der Kampfgockel unter den Schweizer Satirikern, erklärt, warum Lachen nichts mit Humor zu tun hat und was den Satiriker vom Terroristen unterscheidet. Sein Plädoyer für Denk- und Lachfreiheit ist auch für Linke und Roger Schawinski sehenswert.

Die Frisur sitzt, die Pointen auch: Andreas Thiel überzeugt mit seiner Show.
Die Frisur sitzt, die Pointen auch: Andreas Thiel überzeugt mit seiner Show.
Heinz Diener

«Geits nech guet? Trotz de Aa­schläg in Brüssel?» Schon bei der Begrüssung macht Andreas Thiel klar: Schonfristen und Lachverbote gelten an diesem Abend nichts. Thiels Programmplakat zeigt seinen Irokesenkamm-geschmückten Schädel im Profil, eine Bombe im Kopf, die brennende Lunte vor den Lippen. Heute auf scharfe Pointen verzichten? Undenkbar. Humor braucht man, so Thiel, dann ­besonders dringend, wenn man sonst nicht viel zu lachen hat.

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