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Viel Glück, Herr Blum!

Der neue Theaterdirektor will das Publikum verjüngen, das wollte schon manch einer vor ihm, schreibt Kulturredaktor Helmut Dworschak.

Leider ist es so, dass wir älter werden. Das Theater ist davon nicht ausgenommen. Ibsen, der norwegische Dramatiker, wurde dieses Jahr 191 Jahre alt, Dürrenmatt ist schon 99, Frisch sogar schon 108, alle drei besetzen immer noch Stammplätze in den Spielplänen. Und das Publikum? Weiss nichts Besseres, als den Autoren zu folgen. Es ist deshalb kein Wunder, dass Janos Blum, Verwaltungsratspräsident der neuen Theater-AG, das Publikum des Theater Winterthur «verjüngen» möchte, wie er kürzlich dem «Landboten» sagte.

Viel Glück, Herr Blum! Andere vor Ihnen haben es auch schon versucht, vielleicht haben Sie ja Erfolg. Und tatsächlich: Schon in der Woche drauf waren die Reihen im Theater gut gefüllt mit Jugendlichen. Leider waren sie nicht ganz freiwillig dort. Mindestens vier Schulklassen sahen sich den «Besuch der alten Dame» an, ein Schauspiel über Geld und Moral, ideal für Diskussionen im Schulzimmer. Ein Abend im Theater schenkt im Idealfall ein, zwei genussvolle Stunden. Aber wenn die Schule ins Theater geht, bleibt das vielleicht halt doch als Schule in Erinnerung.

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