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Vom Konzertsaal ins Cabaret

Konzert Das Musikkollegium geht fremd. Bei «Chez Bilitis» gab es sich dem Vergnügen in aparten Besetzungen hin: Mit Harfen, Flöten, Klavier und Poesie ging das neue Konzertformat «MKW im Hof» in die zweite Runde.

Klassik auf der Bühne des Neuwiesenhofs. Der Flötist Dimitri Vecchi und die Harfenistinnen Katrin Bamert und Consuelo Giulianelli.
Klassik auf der Bühne des Neuwiesenhofs. Der Flötist Dimitri Vecchi und die Harfenistinnen Katrin Bamert und Consuelo Giulianelli.
Madeleine Schoder

Für Neugierige ist die neue Eventbude an der Wartstrasse noch zu entdecken, die treuen Konzert­besucher des Musikkollegiums mochten ein wenig Schwellenangst haben: Neben dem Eingang zum Neuwiesenhof kündigte am Donnerstag ein Leuchtfenster das Etablissement «Chez Bilitis» an, über der Tür glühte ein rotes Lämpchen, drinnen ging es, am tätowierten Rausschmeisser und adretten Empfangsdamen vorbei, ins schummrige Cabaret mit Bis­trotischen, Bartresen und dem vielversprechenden, von Rotlicht gesäumten Bühnenportal.Das Musikkollegium, das sich als eine der traditionsreichsten musikalischen Institutionen Europas bezeichnet, hat sich nicht plötzlich dem ältesten Gewerbe verschrieben, sondern tut einfach, was in der Szene Trend ist: Klassik im Club – ein lockeres Format, das die altehrwürdige klassische Musik neu präsentiert – soll die Schwelle des Konzertsaals für ein neues Publikum ebnen. Um den alten Wein in neuen Schläuchen geht es dabei aber nicht: Auch die Musik kann im neuen Ambiente wieder gären.

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