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Was wir schon immer über Utopien wissen wollten

Das Publikum bestimmt das Buch, Schauspieler lesen und spielen es. Nach Basel, Luzern und Zürich gibt es die innovative Lesereihe «Read Me» jetzt auch in Winterthur.

Witzige und erhellende Geschichtslektion: Sylvia Garatti und Jürg Plüss lesen im Kraftfeld Sibylle Berg und Texte zur Utopie.
Witzige und erhellende Geschichtslektion: Sylvia Garatti und Jürg Plüss lesen im Kraftfeld Sibylle Berg und Texte zur Utopie.
Marc Dahinden

Obwohl sich Anna und Max noch gar nicht kennen, haben sie einiges gemeinsam. Beide sind bald vierzehn und wohnen im selben Wohnblock. Und beide haben das trostlose Leben satt. Er mit seinem Vater, der Polizist ist und kaum ein Wort spricht, sie mit ihrer Alkoholikermutter.

Sie empfinden sich auch als Gefangene eines Staates, der seine Bürger vor dem Kapitalismus zu schützen vorgibt. Sibylle Berg, selbst in Weimar geboren, zeichnet in ihrem «Märchen für alle», so der Untertitel ihres Buches «Habe ich dir eigentlich schon erzählt . . .», unter anderem ein Bild des Lebens im «real existierenden Sozialismus» der DDR. Auf diese Aspekte stützt sich die freie Zürcher Theatergruppe Eber­hard Galati bei ihrer Lektüre des Buches (Textfassungen: Lisa Letnansky und Line Eberhard).

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