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Wie man sich im Leben verirrt

Mit einer tragischen Lebensbilanz verklingt Tschaikowskys Oper «Eugen Onegin». Das Gastspiel des Theaters Freiburg rechnet sie in einer intensiven Aufführung vor.

Man verliebt sich mit wenig Ahnung vom Leben und vom Partner – in «Eugen Onegin» zum grossen Unglück für zwei Paare.
Man verliebt sich mit wenig Ahnung vom Leben und vom Partner – in «Eugen Onegin» zum grossen Unglück für zwei Paare.
Tanja Dorendorf

Die Geschichte ist im zaristischen Russland des frühen 19. Jahrhunderts situiert, aber sie ist nicht an Zeit und Ort gebunden. Sie erzählt von einer ganz jungen Frau und einem schon etwas abgebrühten jungen Mann, deren Begegnung zur unheilbaren Lebenswunde wird.

Allein auf der Bühne ist da zuerst Tatjana, lesend, ein junges Mädchen mit Liebesromanen und Träumen. Wenn nach knapp drei Stunden der Vorhang fällt steht zuletzt, allein und gebrochen, Eugen Onegin auf der Bühne. Dazwischen die verpasste Liebe: Das Mädchen Tatjana, das ihm in einem Brief das Herz zu Füssen legt, der Dandy; der sie überheblich abkanzelt.

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