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Zwei grandiose Avantgardisten

Die Galerie Weiertal würdigt in einer bemerkenswerten Doppelausstellung das avantgardistische Schaffen von Heidi und Carl Bucher.

Heidi Bucher: Schrank und Kissen aus dem Herrenhaus, Kautuschuk und Gaze, 1989.
Heidi Bucher: Schrank und Kissen aus dem Herrenhaus, Kautuschuk und Gaze, 1989.
pd

Eigentlich wäre ein Künstler-Roman über diese Ausstellung angemessener als eine Besprechung. Als Traumpaar hatten sie sich gefunden, im Desaster endete die Verbindung zwischen zwei Hochbegabten, die in Kanada und Kalifornien in den 1970er Jahren zur Avantgarde zählten, in die Schweiz zurückgekehrt indes getrennte Wege gingen. Aus Verbündeten waren Konkurrenten geworden. Darum ist die Doppelausstellung in der Galerie Weiertal doppelt emotional aufgeladen. Nun ist das im Leben zerstrittene Paar mit seinen Werken im Tode wieder vereint. Die Einmaligkeit dieser Konstellation, ein Ereignis eigentlich, verdankt sich der Freundschaft von Maja und Rick von Meiss mit der 1993 an einem Krebsleiden verstorbenen Heidi Bucher und deren beiden Söhnen Mayo und Indigo. Zwei Werke von Mayo Bucher erweisen seinen Eltern die Reverenz. Die Nachkommen und die Galerie Freymond-Fine Arts haben die Werke zur Verfügung gestellt, ergänzt durch Stücke der Galeristin.

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