Winterthur

Stadtverwaltung war komplett offline

Wegen eines Fehlers in der Informatik standen die Systeme im Superblock still. Die Verwaltung war rund 90 Minuten offline.

Der Superblock: Die Stadtverwaltung war heute zeitweise offline.

Der Superblock: Die Stadtverwaltung war heute zeitweise offline. Bild: elo

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Die Kommunikationskanäle der Winterthurer Stadtverwaltung standen heute Nachmittag zeitweise komplett still. Telefonie, Mail und Webseiten waren ab 14 Uhr vom Netz abgekoppelt. Damit waren die meisten Behörden nicht zu erreichen.

Grund für den Auswall war ein Fehler in der Firewall, wie Markus Freuler, Chief Information Officer der Stadtverwaltung, auf Anfrage sagt. Gemeinsam mit dem Hersteller habe man den Fehler rasch identifiziert und innert anderthalb Stunden eine Lösung gefunden. Seit 15.30 Uhr laufen die Systeme wieder.

Fehler war schon länger im System

Einen Cyberangriff auf die Stadtverwaltung als Ursache schliesst Freuler aus. «Es handelte sich um einen Fehler in der Software, der schon länger im System schlummerte und jetzt plötzlich auftauchte. Wir analysieren nun, wie es dazu kommen konnte.»

Da eine innere Firewall betroffen war und weitere Firewalls das System weiterhin schützten, sei das Netzwerk in den fraglichen 90 Minuten nicht ungeschützt gewesen, sagt Freuler.

Über 4000 Betroffene, nicht aber die Stadtpolizei

Einen kompletten Netzwerkausfall wie diesen habe es bisher noch nie gegeben, sagt Freuler. Betroffen waren Computer und Festnetztelefone von über 4000 Mitarbeitenden der Stadtverwaltung. Die Telefone blieben still, weil sie nur noch via Internetverbindung funktionieren.

Betroffen war auch der Webauftritt der Stadtpolizei Winterthur. Wie eine Stapo-Sprecherin bestätigt, hatten die Polizistinnen und Polizisten Probleme mit dem Versand und Erhalt von E-Mails. Allerdings sei die Polizeistelle telefonisch stets auf normalen Weg zu erreichen gewesen.

Laut Freuler verfügen heikle Stellen wie bei der Polizei oder im Gesundheitsbereich über Notfallsysteme, die den Weiterbetrieb des Netzwerks gewährleisten. (Landbote)

Erstellt: 12.09.2018, 15:55 Uhr

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