Winterthur

1000 Dättnauer fordern einen besseren Velo-Anschluss an Töss

Das Dättnau ist mit Velo nur über umständliche und teils gefährliche Wege zu erreichen. Mit einer Petition fordert das Wachstumsquartier jetzt eine legale Variante des «Zickzackweglis».

Hier muss man heute absteigen: Die Dättnauer würden am Auenrainstutz lieber fahren können.

Hier muss man heute absteigen: Die Dättnauer würden am Auenrainstutz lieber fahren können. Bild: Madeleine Schoder

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Mit einem Velocorso – wie sonst? – brachten die Initianten der Petition «Bau einer Veloroute vom Dättnau nach Töss» gestern die gesammelten Unterschriftenbögen zum Superblock im Stadtzentrum.

Dort nahm Bauvorsteherin Christa Meier (SP) sie im Namen des Stadtrats entgegen. 1001 Personen haben laut Quartiervereinspräsidentin Renata Lang Tschudi unterzeichnet. «Wir sind sehr erfreut», sagt sie. «Eine so hohe Beteiligung hatten wir nicht erwartet».

Die Velokolonne nutzte für ihre Fahrt den Auenrainstutz, das «Zickzackwegli», das die direkteste Verbindung vom Aussenquartier in die Stadt ist.

Dabei stiegen sie folgsam ab und schoben ihre Velos. Auf dem steilen Weg gilt nämlich aus Sicherheitsgründen ein Fahrverbot. Doch weil die legalen Alternativen teils über einen Kilometer länger sind, oder vielbefahrene Strassen kreuzen, nehmen viele Dättnauer Bussen in Kauf, insbesondere die Sek-Schüler, die nach Töss ins Rosenau-Schulhaus müssen.

Rechtzeitig in den Richtplan

Diese unbefriedigende Situation soll der Stadtrat anpacken, finden finden die Initianten. Sie schlagen vor, die Wegführung des Auenrainstutzes anzupassen, so dass er weniger steil ist und für Velofahrer freigegeben werden kann. Der Bedarf sei da: Heute wohnen rund 3500 Menschen im Dättnau – doppelt so viele wie noch vor 25 Jahren. Und in den Stosszeiten stockt der motorisierte Verkehr arg.

«Wir möchten unser Anliegen rechtzeitig einbringen, damit es in die nächste Richtplan-Änderung aufgenommen wird», sagt Quartiervereinspräsidentin Tschudi. Ausserdem sei der bestehende Weg nicht im besten Zustand. Bevor er saniert werde, sollte die Möglichkeit einer neuen Wegführung geklärt werden.

Ob der Stadtrat für das Anliegen der Dättnauer ein offenes Ohr hat, wird sich weisen. Tschudi ist optimistisch, auch weil am vorletzten Wochenende die Velo-Initative des Bundes angenommen wurde. Christa Meiers Amtsvorgänger, Josef Lisibach (SVP), hatte dem Anliegen der Dättnauer im Mai bereits eine «mittlere bis hohe Dringlichkeit» attestiert.

(Der Landbote)

Erstellt: 03.10.2018, 17:39 Uhr

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