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110 Millionen verlochen

Heute haben Stadt und SBB am Bahnhof den Befehl «Bagger los» gegeben: Fast vier Jahre wird gegraben und gebaut, damit Ende 2021 die Fussgänger- und Velounterführung samt Veloparking fertig ist. Totalkosten: 110 Millionen Franken.

Josef Lisibach eröffnete heute die Baustelle an der Rudolfstrasse.
Josef Lisibach eröffnete heute die Baustelle an der Rudolfstrasse.

Für viele Radfahrende dieser Stadt geht in knapp vier Jahren ein Wunsch in Erfüllung, den sie seit Jahrzehnten träumen: Eine Velounterführung wird ab Ende 2021 die Altstadtseite mit dem Neuwiesenquartier verbinden. Die Umwege, das Absteigen, das Schieben werden ein Ende haben.

«Nun ist diese Operation am offenen Herzen nötig»

Felix Bissig, Infrastruktur-Chef der SBB

Winterthur hatte dieser Veloverbindung unter dem Bahnhof durch 2009 zugestimmt im Rahmen des Masterplans Bahnhof. Nach dem Pilzdach und der umgebauten Zürcherstrasse-Unterführung wird die Velo- und Fussgängerunterführung Nord das letzte Teilstück des Masterplans sein. Gut 48 Millionen investiert die Stadt, wovon 10 Millionen für das unterirdische Veloparkimg mit 750 Plätzen sind, die SBB zahlen weitere 62 Millionen Franken.

Vertreter der Stadt, der Bundesbahnen, der Planungs- und der Baufirmen haben gestern den offiziellen Baubeginn gefeiert. «Rampe 21» sei ein wohlklingener Name, und das Bauwerk habe eine grosse Bedeutung für Winterthur, sagte Stadtrat Josef Lisibach (SVP), der zu diesem inszenierten Anlass eingeladen hatte.

Eine Passerelle für drei Jahre

Die enge, alte und niedrige Personenunterführung Nord habe 90 Jahre lang gute Dienste geleistet, sagte Felix Bissig, der Infrastruktur-Chef Zürich bei den SBB. Doch nun sei diese «Operation am offenen Herzen» nötig: ein Neubau unter Vollbetrieb. Am 10. Juni wird die alte Unterführung geschlossen, ab dann führt eine provisorische Passerelle über die Gleise und zu den Perrons. Die neue Personenunterführung wird statt 4,5 Meter neu 18 Meter breit, um einiges höher und auch heller sein.

Sie wird Lifte hoch zu den Perrons haben, breitere Treppen, dazu gibts unterirdische Läden und auf Seite Rudolfstrasse ein zweites Veloparking für 750 Räder. Heute steigen täglich rund 120 000 Personen am Hauptbahnhof ein oder aus, bei der Eröffung der Unterführung werden es laut Schätzungen der SBB schon 130 000 sein und bis 2030 rund 160 000.

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